McIllroy kassiert 15 Millionen Dollar

von Redaktion

Nordirischer Golf-Profi gewinnt den FedEx-Cup und sichert sich den Jackpot

Atlanta – 19 Turniere, drei Siege und 22,75 Millionen Dollar Verdienst: Bei Jackpot-König Rory McIlroy klingelt es in diesem Jahr mächtig in der Kasse. Mit den 15 Millionen Dollar für den zweiten Triumph im FedExCup nach 2016 holte sich Nordirlands Golfstar die weltweit höchste Prämie für einen Einzelsportler.

Daraus ergibt sich ein fast schwindelerregendes Rechenspiel: Für jeden seiner 4755 Turnierschläge in dieser Saison kassierte der viermalige Major-Champion auf der US-Tour umgerechnet 4293 Euro. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Brutto-Monatslohn in Deutschland beträgt knapp 4000 Euro.

Doch das Geld, so beteuert McIlroy, sei nicht seine Triebfeder. „Daran habe ich nicht einen Moment gedacht“, beteuerte der 30-Jährige aus dem kleinen Örtchen Holywood nahe der Hauptstadt Belfast. „Roars“ hatte Anderes im Sinn: Titel. „Es ist cool, meinen Namen zum zweiten Mal auf dieser Trophäe zu sehen“, sagte McIlroy, „immer wenn Du etwas schaffst, was nur Tiger Woods geschafft hat, hast Du etwas richtig gemacht.“

Noch im Vorjahr war McIlroy als Flightpartner auf der Schlussrunde nur „Statist“ bei der großen Woods-Gala. Mit einer 74 hatte er selbst keine Siegchance mehr und musste mitansehen, wie der US-Superstar während einer Völkerwanderung seiner Fans auf dem Platz frenetisch gefeiert wurde. „Das konnte ich nicht wirklich genießen im letzten Jahr. Ich habe schrecklich gespielt, habe Tiger nie einen Kampf liefern können“, sagte der Brite rückblickend.

Das sollte sich nicht noch einmal wiederholen. Am Sonntag ging McIlroy gemeinsam mit dem Weltranglistenersten Brooks Koepka (USA) auf die letzten 18 Löcher – und lieferte. Nach sechs Birdies und zwei Bogeys auf dem Par-70-Platz unterschrieb McIlroy eine 66 auf der Scorekarte.

Koepka, der mit einer 72 ins Klubhaus kam, meinte anerkennend: „Selbst wenn ich zu meinem Spiel gefunden hätte, hätte ich verloren.“ Und geriet anschließend regelrecht ins Schwärmen über den Rivalen: „Ich habe es schon öfter gesagt: Es macht mir größten Spaß, ihn zu sehen, wenn er so spielt.“

Beim letzten Duell um den Sieg im Juli in Memphis hatte Koepka mit einem Schlag die Nase vorn. „Ich wollte die Revanche“, sagte McIlroy und fügte an: „Es ist großartig, wie unterschiedlich die Dinge in einer Saison laufen können.“

Koepka und McIlroy – das sind nach Atlanta auch die beiden Führenden in der Weltrangliste. Dabei hat der Amerikaner zwar immer noch einen komfortablen Vorsprung, doch McIlroy rückte schon einmal an Wayne Gretzkys Schwiegersohn Dustin Johnson (USA) vorbei auf Platz zwei. Den Thron kennt der Nordire gut, saß er doch schon siebenmal drauf – zuletzt am 20. September 2015.

Überschattet wurde das Turnier durch einen Blitzeinschlag, bei dem am Samstag sechs Personen verletzt worden waren. Die Spieler waren wegen des Gewitters kurz zuvor in Sicherheit gebracht worden. Zwei Zuschauer mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, ihr Zustand sei aber nicht lebensbedrohlich, teilte die US-Tour mit.  sid

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