München – Fünf Tage noch, dann schließt das Sommer-Transferfenster. Und Stand gestern war noch kein neuer Stürmer für den TSV 1860 hereingeflogen. Als Kandidaten gelten weiterhin Prince Owusu (22) von Arminia Bielefeld sowie der gleichaltrige Holstein-Kiel-Reservist Daniel Hanslik, der bei Neu-Trainer André Schubert keine Aussicht auf baldige Zweitliga-Einsätze hat.
Offizielle Nachfrage-Möglichkeiten gibt es dezeit weder bei Löwen-Trainer Daniel Bierofka noch bei Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel. „Beide sind momentan gegen Ende der Transferphase so stark eingebunden, dass sie leider nicht zur Verfügung stehen können“, ließ Pressesprecher Rainer Kmeth auf Nachfrage wissen.
Trainer Bierofka werde am Donnerstag in der Spieltags-Pressekonferenz zur Partie in Chemnitz einen Tag später sprechen, Günther Gorenzel dann nach dem 2. September wieder. Durchaus verschmerzbar. Für die Fans dürfte es ohnehin wichtiger sein, dass die auswärts zuletzt zweimal verdroschenen Löwen zur Abwechslung mal Taten sprechen lassen.
Aber es gibt auch Erfreulicheres: Der Löwen-Film „Ein Leben ohne 60 ist möglich – aber wozu?“ ist in Fan(club)kreisen ein Erfolg – heute Abend um 18.30 Uhr wird Regisseur Hubert Pöllmann im Rahmen einer Aufführung im Holzkirchener Kino 2000 Euro aus den Erlösen für das Nachwuchsleistungszentrum spenden.
„Ich bin total überrascht, dass es so gut läuft“, sagte Pöllmann gestern. „Der Film ist eine Diskussionsgrundlage über die allgemeinen Probleme bei Sechzig.“ Und davon gibt es bekanntlich nicht zu wenige. Aus dem Präsidium werden in Holzkicrhen Robert Reisinger und Vize Heinz Schmidt erwartet. Auch der Boss des Ligakonkurrenten SpVgg Unterhaching, Manfred Schwabl, ist eingeladen. LUDWIG KRAMMER