Doping
Die ehemalige 800-Meter-Weltmeisterin Marina Arsamasowa ist wegen Dopings vorläufig gesperrt worden. Die Weißrussin hatte ein Medikament getestet, das sich noch in der Entwicklung befindet und vor allem bei Bodybuildern beliebt ist. Angaben der Athletics Integrity Unit (AIU) zufolge wurde die 31-Jährige einen Monat vor der WM in Doha (27. September bis 6. Oktober) über diesen Vorwurf informiert. Laut AIU handelt es sich bei ihrem Fall um das Medikament LGD-4033, das unter dem Namen Ligandrol bekannt ist. Das Medikament wurde zur Behandlung von Muskelschwundzuständen getestet. Es wird in Nahrungsergänzungsmitteln von Bodybuildern verwendet, um Muskelmasse mit weniger Nebenwirkungen als bei der Einnahme von Steroiden aufzubauen. Arsamasowa hatte bei der WM 2015 in Peking den Titel über 800 Meter gewonnen und war 2014 Europameisterin.
Zehn Jahre nach ihrem starken Auftritt bei der Leichtathletik-WM kommt Hochspringerin Ariane Friedrich beim Berliner ISTAF zu einer späten Ehre. Deutschlands beste Hochspringerin – vor zehn Jahren sprang sie deutschen Rekord mit 2,06 Metern – erhält im Olympiastadion nachträglich die Silbermedaille der WM 2009 an selber Stelle. Der vor ihr platzierten Russin Anna Tschitscherowa war wegen Dopings die Medaille bereits im Februar 2018 aberkannt worden. „Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn niemand gedopt hätte und ich das alles 2009 schon erlebt hätte. Dass ich die Medaille jetzt nachträglich beim ISTAF bekomme, ist aber eine runde Sache und ein perfekter Abschluss“, sagte die 35 Jahre alte Friedrich.
Die Österreichische Anti-Doping Rechtskommission hat im Zuge der „Operation Aderlass“ den Skibergsteiger Gerhard Tritscher für vier Jahre gesperrt. Seit der Saison 2013/14 habe dieser verschiedene Doping-Substanzen „erworben“, „besessen“, oder „verwendet“, teilte die ÖADR mit. Die Sanktion umfasse zudem die Aberkennung und Annullierung aller Titel und Ergebnisse des Sportlers ab der Wettkampfsaison 2013/14.