Leverkusen – Das Thema Nationalmannschaft hatte Kevin Volland schon mehr oder weniger abgehakt, doch in diesen Tagen hofft der Stürmer von Bayer Leverkusen wieder auf einen Anruf von Joachim Löw. „Fakt ist, dass ich in den letzten zwei Jahren konstante Saisons gespielt habe, meine Tore und meine Assists gemacht habe. Ich fühle mich gut und topfit, bin in einem guten Alter. Mehr kann ich nicht machen“, sagt der 27-Jährige, der sein letztes von bisher zehn Länderspielen vor fast drei Jahren bestritt.
Morgen gibt Bundestrainer Löw das Aufgebot für die EM-Qualifikationsspiele gegen die Niederlande (6. September in Hamburg) und Nordirland (9. September in Belfast) bekannt. Vollands Chancen, nach fast drei Jahren ein Comeback im DFB-Trikot zu feiern, stehen gut wie lange nicht. Nach der Kreuzband- verletzung von Leroy Sane wird eine Planstelle in der Offensive frei – und Volland zeigte bei Bayer auch zum Saisonstart Top-Leistungen.
Im offensiven 4-3-3-System von Trainer Peter Bosz glänzt der Stoßstürmer als Prallspieler, Lückenreißer und Vollstrecker. Leverkusens Nummer 31 ist kräftig, aber trotzdem schnell, wendig und kombinationssicher. In der Vorsaison war Volland zweitbester deutscher Scorer – noch vor dem hochgelobten Timo Werner von RB Leipzig. Aber er ist Realist, weiß um die „Riesenkonkurrenz“ und dass er mit 27 „nicht der klassische Umbruchspieler“ ist. Trotzdem hofft er, dass sich Löw wieder an seine Qualitäten erinnert. sid