Alles oder nichts

von Redaktion

Frankfurt will mit aller Macht in die Gruppenphase der Europa League

Frankfurt/Main – Für Trainer Adi Hütter und Torwart Kevin Trapp ist es das wichtigste Spiel der Hinrunde, für Ante Rebic vielleicht die Abschiedsvorstellung. Im Playoff-Showdown gegen Racing Straßburg will Eintracht Frankfurt heute Abend (20.30 Uhr/NITRO) den erneuten Einzug in die Gruppenphase der Europa League perfekt machen. „Wir haben ein Jahr lang hart dafür gearbeitet, da wollen wir natürlich die Chance beim Schopf packen“, sagte Hütter.

Nach dem 0:1 im Hinspiel steht der Halbfinalist der Vorsaison unter Siegzwang. Macht nichts, meint Nationaltorwart Trapp (29). Denn: „Wir haben die Mentalität, um das herumzureißen.“

Der wechselwillige Rebic könnte ein letztes Mal zum Eintracht-Helden werden, doch Hütter ließ den Einsatz des Vize-Weltmeisters aus Kroatien, der von italienischen Topteams umworben wird, offen. „Wenn er fit und geistig in der Lage ist, zu spielen, ist er eine Option. Dann kann er uns unglaublich helfen“, so der Eintracht-Coach.

Rebic war nach seinem lustlosen Auftritt im Hinspiel (0:1) von Hütter und einigen Mitspielern heftig kritisiert worden. Im Bundesligaspiel bei RB Leipzig am vergangenen Sonntag fehlte er wegen muskulärer Probleme, seit Dienstag trainiert er wieder. „Wenn Ante fit ist, kann er uns weiterhelfen und den Unterschied machen“, sagte Trapp.

Mut macht ein Blick in die Statistik. Viermal empfingen die Frankfurter bisher ein französisches Team in einem europäischen Wettbewerb – viermal gab es einen klaren Sieg. AS Monaco (1974) und Girondins Bordeaux (2013) wurden jeweils mit 3:0 bezwungen, gegen den FC Sochaux (1980) gab es ein 4:2 und im Vorjahr wurde Olympique Marseille in der Gruppenphase mit 4:0 deklassiert.

Es war einer von insgesamt 14 Europa-Festtagen, nach denen sich die Mannschaft auch in dieser Spielzeit sehnt. „Wir wollen wieder das erleben, was wir voriges Jahr erlebt haben. Dafür werden wir alles geben“, sagte Trapp. Und Mittelfeldspieler Sebastian Rode berichtete: „Es kribbelt wie in der K.o.-Phase.“

Definitiv noch nicht dabei ist Neuzugang Bas Dost, der keine Spielberechtigung für die Playoffs besitzt. Der zu Wochenbeginn von Sporting Lissabon gekommene Torjäger drückt seinen Teamkollegen auf der Tribüne aber mit einem guten Gefühl die Daumen: „Jeder Spieler möchte unbedingt in der Europa League antreten“, sagte der Niederländer. „Die Mannschaft ist bereit.“  dpa

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