Zittersieg in die zweite Runde

von Redaktion

New York – Die Sache mit dem Bayern-Trikot war Alexander Zverev dann doch ein klein bisschen unangenehm. „Da war kein Riesen-Hintergedanke dabei. Ich bin generell Fan von allen deutschen Vereinen“, so der Hamburger nach dem Zittersieg gegen den Moldawier Radu Albot (6:1, 6:3, 3:6, 4:6, 6:2) zum Auftakt der US Open und stellte klar: „Es ist nicht so, dass ich nur die Bayern liebe und Dortmund nicht mag oder so.“

Vor einigen Wochen hatte Zverev mit den Fußballstars Mats Hummels (Dortmund) und Thomas Müller (FC Bayern) bei der „ThoMats Challenge“ Tennis gespielt und den Auftritt per Internet-Clip verbreitet. Nach der „lustigen Show“ hätten Hummels und Müller ihm das Trikot geschickt und gefragt, ob er Lust habe, es im Training zu tragen, erzählte Zverev. Und somit stand er mit dem Bayern-Dress auf dem blauen Hartplatz und trainierte.

Gegen Albot spielte Zverev anfangs so hervorragend, dass Boris Becker ihm als TV-Beobachter sogar „teilweise Weltklasse“ attestierte. „Die ersten zwei Sätze waren wahrscheinlich mit die besten Sätze, die ich in diesem Jahr gespielt habe“, sagte Zverev. Zehn Tage lang habe er „jeden Tag stundenlang meinen Aufschlag trainiert“, sagte der 22-Jährige, bis Sonntag habe er im Training noch „unglaublich schlecht serviert“. Doch dann, sagte Zverev und schnippte mit den Fingern, habe er „irgendetwas gemerkt“. Eine Erklärung dafür hat er allerdings nicht: „Bei uns Tennisspielern ist das alles sehr kompliziert. Auf einmal hat man das Gefühl und den Rhythmus wieder.“

Dass er gegen Albot dann doch noch zittern musste, sei „bei mir schon ein bisschen normal“, sagte Zverev und scherzte: „Ich muss lernen, dass ich auch in drei Sätzen gewinnen kann und nicht jedes Mal in fünf.“ Sein Gegner in der zweiten Runde ist Francis Tiafoe (USA).  dpa/sid

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