Luhmühlen – Die deutsche Equipe erlebte bei der Vielseitigkeits-EM in Luhmühlen einen ersten Tag mit Licht und Schatten. Startreiter Andreas Dibowski (Egestorf) sorgte in der Dressur im Sattel von Corrida für Ernüchterung, Kai Rüder (Fehmarn) übertraf mit Colani Sunrise die Erwartungen.
„Ich bin total geschockt und habe mit einer deutlich besseren Bewertung gerechnet“, ärgerte sich Dibowski nach seinem Auftritt. Nur 65,42 Prozent erzielte das Paar, kassierte damit 34,6 Minuspunkte und fiel weit zurück. Sehr wahrscheinlich liefert der Lokalmatador das Streichergebnis im deutschen Team.
Wesentlich souveräner absolvierte Rüder die Prüfung und sicherte sich mit nur 25,8 Minuspunkten gleich einen Platz im Spitzenfeld. „Der Einstieg ist gelungen. Jetzt wird man sehen, was das für den weiteren Verlauf der EM wert ist“, sagte Rüder. Der 48-Jährige war mit seinem Wallach kurzfristig in die deutsche Mannschaft gerückt, weil sich die Stute Corvette von Andreas Ostholt (Warendorf) verletzt hatte.
Am heutigen Freitag gehen die deutschen Top-Reiter Michael Jung (Horb) und Ingrid Klimke (Münster) ins Geviert. Jung ist dreimaliger Titelträger, Klimke gewann bei der letzten EM 2017 in Strzegom/Polen Einzel-Gold. sid