4 FRAGEN AN
Herr Weiss, wie bewerten Sie dass Vorrunden-Aus?
Natürlich bin ich erstmal wahnsinnig enttäuscht und ich hätte es mir anders vorgestellt. Wir sind mit anderen Erwartungen hier hingefahren. Das macht uns natürlich traurig, Sie können sich vorstellen, wie sich ein Präsident fühlt, wenn er solche Niederlagen hinter sich hat. Ich bleibe dabei: Wir hätten beide Spiele gewinnen können. Wir haben nicht abgeliefert und unser Ziel nicht erreicht.
Warum hat es nicht gereicht?
Ich kann es gar nicht genau sagen. Wir werden es in Ruhe analysieren und dann überlegen wie wir etwas verändern und verbessern können. Wir sind von anderen hoch eingeschätzt worden, viele anderen haben gesagt: „Oh, Medaillenkandidat“. Wir haben immer gesagt, wir wollen unter die besten 16 kommen. Das haben wir nicht geschafft. Das ist traurig, das ist bedauerlich. Wenn man es auf deutsch sagen will: Das ist ganz großer Mist. Dass ich da genervt bin, das merken Sie. Das darf ich auch sein. Wir werden aber feststellen, dass wir gute Spieler haben. Diese Spieler können auf Top-Niveau mithalten.
Wie war die Stimmung in der Kabine?
Ich war nicht in der Kabine, habe nur abgeklatscht und den Spielern gesagt: Kopf hoch, wir werden das an anderer Stelle gutmachen.
Was bedeutet diese Niederlage für den deutschen Basketball?
Wir werden diese Weltmeisterschaft weiterspielen, weil wir immer noch die Chance haben, dass wir uns für die Olympia-Qualifikation qualifizieren. Deshalb müssen wir am Ende des Tages eine gute Platzierung erreichen. Für den Basketball an sich ist es ein herber Rückschlag. Aber wir sind nicht Vogel Strauß, wir werden heute den Kopf in den Sand stecken, aber morgen wieder rausholen und uns dann vorbereiten auf die EM 2021 in Deutschland.