Jadon Sancho von Borussia Dortmund sieht Rassismus als große Gefahr für seinen Berufszweig. „Es muss aufhören. Niemand will Fußball spielen und dabei derart beleidigt werden“, sagte der englische Nationalstürmer mit Blick auf die jüngsten Schmähungen gegen Inter Mailands dunkelhäutigen Star Romelu Lukaku. „Die Liebe zum Sport wird sehr schnell verloren gehen, wenn das nicht aufhört“, warnte Sancho, 19, der das Problem keineswegs als Internet-Phänomen sieht. „Es geht nicht nur um die sozialen Netzwerke. Wir sind auch nur Menschen. Viele Menschen denken, wir seien dagegen immun, weil wir berühmt sind, aber wir lieben diesen Sport und wollen einfach nur kicken.“ Der Belgier Lukaku war am Sonntag im Serie-A-Spiel bei Cagliari Calcio mit Affenlauten beschimpft worden, ehe er einen Elfmeter verwandelte. Zuvor waren mehrere prominente Spieler via Twitter rassistisch beleidigt worden, darunter Frankreichs Weltmeister Paul Pogba (Manchester United). In Italien haben Verband und Liga derweil den Schulterschluss geübt. italienische Fußball-Verband (FIGC) und die Liga den Schulterschluss geübt. Die Liga kündigte eine groß angelegte Anti-Rassismus-Kampagne an, bei der im Oktober alle 20 Erstligisten mitmachen werden. „Jeder muss sich einsetzen, um in den italienischen Stadien Rassismus zu bekämpfen“, sagte Liga-Chef Gaetano Miccicche.
Der spanische Nationaltrainer Robert Moreno, 41, hält eine Rückkehr seines Vorgängers Luis Enrique, 49, auf die Trainerbank des Weltmeisters von 2010 für möglich und würde seinen Platz abgeben. „Er ist ein Freund von mir, und über allem steht unsere Freundschaft. Sollte er zur Mannschaft zurückkehren wollen, werde ich beiseitetreten und weiterhin mit ihm arbeiten“, sagte Moreno. Enrique war am 19. Juni aus „dringenden persönlichen Gründen“ von seinem Traineramt zurückgetreten. In der vergangenen Woche teilte er mit, dass seine neunjährige Tochter Xana an den Folgen eines Knochentumors verstorben ist. Die Diagnose Knochenkrebs war fünf Monate zuvor gestellt worden. „Wir werden Dich sehr vermissen, aber wir werden uns jeden Tag unseres Lebens an Dich erinnern“, schrieb Enrique. Der frühere Trainer des FC Barcelona, der 2015 mit den Katalanen das Triple gewann, hatte die Seleccion nach der WM 2018 in Russland übernommen.
Hannover 96 wird nach dem Mittelfeldspieler Marc Stendera auch den früheren Nationalspieler Dennis Aogo verpflichten. Der 32 Jahre alte Aogo spielte bis zum Ende der vergangenen Saison für den VfB Stuttgart. Da sein auslaufender Vertrag dort nicht verlängert wurde, kann der 12-malige Nationalspieler auch nach dem Ende der Transferfrist noch zu einem neuen Club wechseln. Aogo und Stendera sollen beim Bundesliga-Absteiger das defensive Mittelfeld verstärken.