Die Deutschen: Sechs Spiele, sechs Siege

von Redaktion

DEL-Teams legen in der Champions League los wie noch nie – Bald vierter Startplatz?

München – Für einen kurzen Imagefilm hat die Champions Hockey League neulich die Spieler Philipp Gogulla (München), Marcel Goc (Mannheim) und Steffen Tölzer ins Taxi gesetzt. In ein Quiztaxi. Die drei Eishockeymänner mussten ihre Muskelkörper auf die Rückbank quetschen und bekamen Fragen gestellt. Eine lautete: Wie viele deutsche Clubs haben bereits in der CHL, die es nun im sechsten Jahr gibt, mitgespielt? Keiner der drei Kandidaten kam der Wahrheit nahe: Die Champions League hatte elf deutsche Teilnehmer. Aber klar: Kaum einer hat Taten hinterlassen, die die Erinnerung wert sind. Ausnahme: Der EHC München, der im Februar 2019 das Finale erreichte.

Umso erstaunlicher ist der Erfolg der drei jetzigen Vertreter auf breiter Front. Sowohl München als auch Mannheim und Augsburg haben ihre ersten beiden Partien absolviert – und alle gewonnen. Sechs Spiele, sechs Siege. Die der Augsburger im Penaltyschießen (gegen Lulea und Belfast), aber auswärts, die Adler Mannheim mussten trotz drückender Überlegenheit beim polnischen Meister GKS Tychy in die Verlängerung, hatten zwei Tage zuvor mit einem 6:1-Kracher bei den Vienna Capitals in Wien eine Marke gesetzt. Und der EHC München erwies sich mit seinen 3:0-Siegen über Ambri-Piotta und Banska Bystrica als verlässlicher Punktesammler. Einer, der diese Fülle an Erfolgen goutiert, ist Gernot Tripcke, der Geschäftsführer der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Aktuell ist Deutschland Fünfter im Länder-Ranking der CHL. „Wenn wir einen Platz gut machen, bekommen wir vier Startplätze.“ Man müsste Tschechien oder Finnland überholen.

Ob die positive Serie der Deutschen weitergeht an den Spieltagen drei und vier? Augsburg und Mannheim sind nun (Freitag und Sonntag) mit Heimspielen dran gegen die Teams, die sie auswärts besiegten, München geht auf Reisen. Heute (17 Uhr/Sport1) beim slowakischen Meister Banska Bystrica ist der EHC Favorit, am Samstag (20.30 Uhr/Sport1) steht im Schweizer Bergdorf Ambri-Piotta die wohl schwerste Aufgabe an. Mit zwei Siegen wäre der EHC aber durch und könnte im Oktober in den verbleibenden Gruppenpartien gegen Färjestad Karlstad locker aufspielen. GÜNTER KLEIN

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