IN KÜRZE

Sauerland-Profi unter Verdacht

von Redaktion

Skilanglauf

Skilangläuferin Nicole Fessel hat wegen einer Schwangerschaft ihre Karriere beendet. „Ich denke, das ist ein sehr guter Zeitpunkt um aufzuhören“, sagte die 36-Jährige. 2014 in Sotschi hatte die Oberstdorferin mit der Frauen-Staffel Bronze gewonnen, es ist die bis heute letzte deutsche Olympia-Medaille im Langlauf. Am Dienstag hatte Fessel ihre Schwangerschaft in den sozialen Netzwerken öffentlich gemacht. „Wir freuen uns total. Es ist sehr aufregend und natürlich etwas komplett anderes, wenn man aus dem Leistungssport kommt“, sagte sie. Fessel hat seit 2005 an vier Olympischen Winterspielen sowie sieben Weltmeisterschaften teilgenommen. Die angepeilte Heim-WM 2021 in Oberstdorf verpasst sie nun allerdings. Die Junioren-Weltmeisterin von 2003 hatte schon 2002 in Düsseldorf ihr Weltcup-Debüt gegeben, noch im Dezember 2014 stand sie in Davos als Zweite über 10 Kilometer hinter Rekord-Weltmeisterin Marit Björgen (Norwegen) auf dem Podest. Vergangene Saison hatte sie wegen einer Fußsohlen-Verletzung kein Rennen bestritten. Aktuell absolviert sie die Trainerausbildung des DSV.

Leichtathletik

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) wird im Fall von Top-Sprinter Christian Coleman keinen Einspruch gegen die Entscheidung der US-Anti-Doping-Agentur USADA einlegen. Coleman, in diesem Jahr schnellster Sprinter über 100 m, hatte in der Vergangenheit drei Dopingtests verpasst. „Die WADA wird gegen diese Entscheidung nicht vorgehen“, teilte die Agentur mit Sitz in Montreal mit. Die USADA hatte die Ermittlungen eingestellt, da die drei „missed tests“ von Coleman nicht innerhalb eines Jahres vorgefallen waren. Damit kann der US-Sprinter auch an den Weltmeisterschaften in Doha (27. September bis 6. Oktober) teilnehmen.

Boxen

Der norwegische Boxer Hadi Srour steht unter Dopingverdacht. Er sei darüber informiert worden, dass seine Urinprobe vom 15. Juli positiv auf das Blutdopingmittel EPO getestet wurde, sagte der 23-Jährige bei einer Pressekonferenz. „Ich habe dafür keine logische Erklärung“, betonte Srour. „Ich habe weder die Ressourcen noch die Kapazität oder die Kompetenz, solche Stoffe zu nehmen.“ Srour gilt als großes Boxtalent; erst im April hatte der Superleichtgewichtler einen Dreijahresvertrag mit dem Team Sauerland Promotion abgeschlossen.

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