München – Lange hatte es nach einer souveränen Vorstellung von Drittligist SpVgg Unterhaching ausgesehen. Im zweiten Abschnitt war es dann zwar noch einmal ziemlich eng geworden, nach dem Abpfiff aber standen die Hachinger doch im Viertelfinale des bayerischen Totopokals. Im Achtelfinal-Lokalduell des Viertplatzierten der 3. Liga mit Türkgücü München, dem ambitionierten Dritten der Regionalliga Bayern, setzte sich der Favorit gestern Abend vor 1559 Zuschauern in Heimstetten mit 3:2 (2:0) durch. In einer umkämpften und teils hitzigen Partie boten Reiner Maurers Münchner Türken beherzt Paroli, die Hachinger aber zeigten sich reifer in der Offensive, hatten am Ende auch die besseren Einzelspieler und das Glück auf ihrer Seite.
Dabei hatte Haching-Coach Claus Schromm seine Startelf im Vergleich zum 2:1-Erfolg im letzten Ligaspiel am Samstag gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern auf acht Positionen umgebaut. Insbesondere Hachings 25-jähriger Mittelfeldspieler Lucas Hufnagel aber zeigte eine herausragende Vorstellung. Zunächst wurde Jim-Patrick Müller von ihm mit einem zentimetergenauen langen Pass ideal in Szene gesetzt, auch dessen Direktabnahme konnte sich sehen lassen, die Schromm-Elf führte mit 1:0 (21.). Als Hufnagel, der elegant mit einem Lupfer zum 2:0 abschloss (45.+1), schien Türkgücü fast schon der Stecker gezogen.
Nach dem Wiederanpfiff jedoch zeigte sich der Regionalligist stressresistent und glich durch Stefan Wächter (78.) und Benedikt Kirsch (90.) aus. Haching wackelte, fiel aber nicht, da Paul Grauschopf in der Nachspielzeit per Kopf noch der umjubelte Siegtreffer gelang.
Am Freitag bereits wird das Viertelfinale ausgelost, ausgetragen wird es bereits am Feiertag 3. Oktober. MATTHIAS HORNER