Der Geadelte als Lichtblick

von Redaktion

Serge Gnabry ist der stärkste in einer DFB-Elf, die vor allem in der Defensive anfällig ist

VON CARLOS MENZEL LOPEZ

Manuel Neuer: Zeigte, warum Löw den FCB-Schlussmann weiterhin er Stegen vorzieht. War lange Zeit arbeitslos, hielt darauf aber zweimal stark gegen Depay und Wijnaldum. Bei den Gegentreffern machtlos. Note 3

Jonathan Tah: Konnte mit seinem defensiven Auftritt gestern nicht wirklich punkten und „krönte“ diesen am Ende sogar mit einem Eigentor. Ausbaufähig. Note: 5

Niklas Süle: Will Abwehrchef der neuen Nationalelf sein, bekleckerte sich wie seine Kollegen in der Dreierkette aber nicht unbedingt mit Ruhm. Verlor das ein oder andere Duell mit Depay und gab bei den Gegentoren auch keine sonderlich gute Figur ab. Note: 4

Matthias Ginter: Besetzte die rechte Position der Dreierkette und leistete sich dort den ein oder anderen Schnitzer im Aufbau. Diese hatten zwar keine direkten Konsequenzen, die recht große Sicherheit vermittelte der Gladbacher jedoch nicht. Note: 4

Lukas Klostermann: Beackerte den rechten Flügel und setzte dort gerade im Umschaltspiel immer wieder Akzente nach vorne. Der Leipziger war immer wieder anspielbar, gerade vor dem Tor muss an seinen Nerven arbeiten. Note: 3

Joshua Kimmich: Was war das für ein Pass! Wie zuletzt bei den Bayern durfte Kimmich auch bei der Nationalelf auf der Sechs agieren und bewies, dass er ein feines Füßchen hat. Sein Traumzuspiel auf Klostermann leitete das 1:0 ein und auch sonst lieferte der Jung-Leader eine starke Partie ab. Note: 2

Marco Reus: Wurde – anders als beim BVB – von Jogi als falsche Neun eingesetzt und tauchte vorne das eine oder andere Mal gefährlich vor Cillessens Kasten auf. Mehr aber auch nicht. Note: 3

Ab 60. Ilkay Gündogan: Reihte sich gut ein, riss aber auch keine Bäume aus. Note: 3

Toni Kroos: Muss seine Rolle im neuen, vertikalen Spielsystem der Nationalelf erst noch finden. Der Kicker von Real Madrid spielte immer wieder gefährliche Pässe in die Tiefe und versteht sich in der Zentrale immer besser mit Kimmich. Behielt vom Punkt aus die Nerven.

Note: 3

Nico Schulz: Der Neu-Dortmunder hatte wie sein Gegenüber Klostermann die Aufgaben, den Flügel nach vorne und hinten gleichermaßen zu bearbeiten. Nach vorne gelang es ihm wesentlich besser als nach hinten, wo er auch beim Gegentor eine unglückliche Figur abgab. Note: 5

Serge Gnabry: Die neue Stammplatzgarantie bei der Nationalelf scheint den Bayern-Stürmer ganz erheblich zu beflügeln. Mit Abstand gefährlichster Akteur des DFB-Teams, der van Dijk & Co. immer wieder vor Probleme stellte und sich mit seinem achten Treffer im neunten Länderspiel dafür belohnte. Kann sich sehen lassen, die Bilanz. Note: 2

Timo Werner: Der Leipziger konnte seine Form aus der Bundesliga nicht mitnehmen. Blieb im Schatten von Nebenmann Gnabry.Note: 5

Ab 60. Kai Havertz: Blieb weitestgehend blass. Note: 3

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