München – Am Wochenende startet die Hockey-Bundesliga in die Saison 2019/2020 und dies mit einem neuen Modus. Wegen der vielen Länderspiele und der Vorbereitung auf das olympische Turnier in Tokio hat der Deutsche Hockey-Bund das Programm der Erstligisten stark gekürzt. So bilden bei den Männern und Frauen jeweils zwei Gruppen die Basis. Nach der Zwischenbilanz geht es mit Playoff- und Playdown-Runden weiter.
„Wir sind mit dieser Entscheidung einverstanden, obwohl wir in der regulären Runde nur acht Heimspiele haben, aber jedes Spiel hat damit eine riesige Bedeutung und entscheidet darüber, ob man das Viertelfinale erreicht oder in die Abstiegsrunde muss“, betont Andre Schriever, seit vier Jahren Trainer der Bundesliga-Frauen des Münchner Sportclubs.
Zum Auftakt bestreiten die MSC-Ladies am Samstag das Heimspiel gegen die Rotweißen aus Köln, die sich enorm verstärkt haben. Am Sonntag geht es auf dem Kunstrasenplatz in der Lerchenau gegen Harvestehude Hamburg weiter. „Gegen Köln sind wir Außenseiter, die Hamburgerinnen sind dagegen mit uns auf Augenhöhe, dieses Spiel sollten wir gewinnen, denn für uns geht es um Rang vier und um den Einzug in die Playoff-Runde“, hofft Schriever, der nach der Vorbereitung durchaus optimistisch ist: „Wir haben Turniere in Holland, Hamburg und Mannheim gespielt und recht ordentlich abgeschnitten“. Gleich acht Neue musste der Coach integrieren, viele kommen aus dem erfolgreichen Nachwuchs und haben sich in den Nachwuchs-Nationalteams bewährt.
Erneut baut der MSC auf die starke Defensive, mit der in der letzten Saison überragenden Torhüterin Seline Müller sowie Michelle Strobel und Anissa Korth. „Die Mischung stimmt bei uns, wir haben uns im Kader qualitativ verbessert, ich bin gespannt, wie sich unsere neuen Offensivkräfte schlagen“, meint Schriever. Die MSC-Männer haben zuletzt in der Halle das Halbfinale um die deutsche Meisterschaft erreicht, gelten in der zweiten Bundesliga auf Kunstrasen neben Frankfurt 1880 als Favorit. „Wir konnten den Kader zusammenhalten, setzen also auf Kontinuität und wollen zurück in die Bundesliga“, wünscht sich MSC-Männertrainer Patrick Fritsch.
Der MSC hat zudem die Weichen für die Zukunft gestellt und dank Crowdfunding-Aktion das Kunstrasen-Millionenprojekt durchgezogen. Der Hauptplatz strahlt bereits im neuen Glanz, das zweite Kunstrasenfeld soll Ende September voll funktionsfähig sein.