Brüssel – Weitsprung-Europameisterin Malaika Mihambo hat eindrucksvoll das Finale der Diamond League gewonnen. Die 25-Jährige von der LG Kurpfalz setzte sich beim abschließenden Meeting in Brüssel mit 7,03 m durch und sicherte sich 50.000 Dollar Siegprämie. Mihambo, die mit 7,16 m die Jahresweltbestenliste anführt, lag am Freitagabend deutlich vor der viermaligen Weltmeisterin Brittney Reese (USA/6,85) und der Britin Katarina Johnson-Thompson (6,73). „Das war eine saubere Serie. Ich habe mein Bestes gegeben, und es hat gereicht“, sagte Mihambo. Nach drei starken Versuchen (6,97/6,99/7,03) beendete sie den Wettkampf vorzeitig. „Ich hatte die WM im Doha im Blick und habe daher nur das Nötigste getan. Jetzt freue ich mich richtig auf die Weltmeisterschaften“, sagte sie.
Für Mihambo, die bei ihrer Siegesweite 14 Zentimeter hinter dem Brett absprang, war es der bereits sechste Wettkampf in der laufenden Saison über der Sieben-Meter-Marke, die sie am 6. Juni in Rom erstmals in ihrer Karriere geknackt hatte. Sechs Sieben-Meter-Wettkämpfe in einem Jahr waren zuletzt der Russin Tatjana Kotowa 2002 gelungen.
Deutschlands Topläuferin Konstanze Klosterhalfen hat beim Diamond-League-Finale in Brüssel mit Platz drei über 5000 m überzeugt. Beim Sieg der niederländischen Europarekordlerin Sifan Hassan (14:26,26) blieb die 22 Jahre alte Leverkusenerin in 14:29,89 Minuten nur rund drei Sekunden über ihrem einen Monat alten deutschen Rekord und lief die zweitbeste Zeit ihrer Karriere.
„Es war hart am Ende der Diamond-League-Saison, aber es hat es sehr viel Spaß gemacht. Mit Platz drei bin ich höchst zufrieden“, sagte Klosterhalfen, die Kenias Weltmeisterin Hellen Obiri (4.) hinter sich ließ. Ob sie bei der WM in Doha (27. September bis 6. Oktober) über 1500 oder 5000 m antritt, ist noch offen. sid