Motor
Die Motorsportwelt hat gestern in einer emotionalen Zeremonie Abschied vom französischen Rennfahrer Anthoine Hubert genommen. Zehn Tage nach seinem Unfalltod beim Formel-2-Rennen in Spa-Francorchamps kamen in der Kathedrale von Chartres neben der Familie des verstorbenen Rennfahrers auch zahlreiche Vertreter der Motorsportwelt zusammen, darunter der viermalige Formel-1-Weltmeister Alain Prost. Im Anschluss wurde Hubert beigesetzt. Bilder der Trauerfeier wurden über eine Großbildleinwand auf dem Platz vor der Kathedrale ausgestrahlt.
Eishockey
Drei Tage vor dem Start in die neue Saison hat die Düsseldorfer EG aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) den Vertrag mit Chefcoach Harold Kreis verlängert. Der ursprünglich bis Sommer 2020 laufende Kontrakt ist nun bis 2022 gültig. Das teilte die DEG gestern mit.
Leichtathletik
Das Team Europa hat auch dank eines Sieges von Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter (Offenburg) den erstmals seit den 1960er Jahren ausgetragenen Leichtathletik-Vergleichskampf mit den USA gewonnen. Die Europäer siegten bei „The Match“ im weißrussischen Minsk nach 37 Wettbewerben deutlich mit 724,5:601,5 Punkten. Vetter gewann den Speerwurf mit persönlicher Saisonbestleistung von 90,03 m. Olympiasieger Thomas Röhler (Jena) musste sich hingegen mit 82,31 m und Rang fünf begnügen.
Der Weltverband IAAF hat elf weiteren russischen Leichtathleten das Startrecht als neutrale Sportler erteilt. Wie die IAAF am Dienstag mitteilte, wurden damit seit Dezember 2018 insgesamt 128 Anträge russischer Athleten bewilligt. 58 Anträge wurden bisher abgelehnt, einem Athleten wurde der Status als neutraler Athlet wieder entzogen. Zu den elf neu zugelassenen Sportlern gehören neben Hürdenläufer Konstantin Schabanow auch ehemalige Dopingsünder wie Xenija Axionowa, Vize-Europameisterin von 2010 über 400 Meter, und der Dreispringer Dmitrij Sorokin.
Volleyball
Deutschlands Nationaltrainer Andrea Giani hat den Modus der erstmals in vier Ländern ausgetragenen Europameisterschaft kritisiert. „Es gefällt mir nicht, dass die eigenen Ergebnisse nicht den Weg durch die EM ebnen“, bemängelte der Italiener. „Man hat den Weg nicht selber in der Hand.“ Die Endrunde vom 12. bis 29. September wird von Frankreich, Belgien, Slowenien und den Niederlanden ausgerichtet. Sollten die vier Gastgeberländer jeweils die Gruppenphase überstehen, dürfen sie im Achtelfinale nicht aufeinandertreffen und müssen dem Regelwerk des Europäischen Verbandes CEV zufolge ihre erste K.o.-Partie auch vor heimischem Publikum bestreiten.