Herzog bringt seine Spieler zum Weinen

von Redaktion

Israels Nationaltrainer verliert nach der knappen Niederlage die Fassung

Tel Aviv – In Andreas Herzog brodelte es – und Israels Nationaltrainer wehrte sich gar nicht erst gegen seinen Wutausbruch vor laufenden TV-Kameras. „Das hilft alles nichts. Wir sagen immer, wie gut wir sind. Aber wir bekommen drei Gegentore – ein Horror“, wetterte der frühere Bundesliga-Profi des FC Bayern und Werder Bremen nach der Last-Minute-Niederlage der israelischen Nationalmannschaft in Slowenien. Dabei fiel Herzog dem verwunderten Reporter mehrfach ins Wort, ruderte wild mit den Armen, seine Stimme überschlug sich dabei.

Die Mannschaft des österreichischen Teamchefs hatte in der EM-Qualifikation im Schlüsselspiel einen 2:1-Vorsprung verspielt, Benjamin Verbic schoss die Gastgeber in Sloweniens Hauptstadt Ljubljana in der 90. Minute zum 3:2-Erfolg.

Israel reist dadurch lediglich als Gruppenvierter zum Auswärtsspiel in Herzogs Heimatland Österreich am 10. Oktober. „Wir müssen immer optimistisch sein. Wir haben gesehen, was wir können. Aber so werden wir uns nicht qualifizieren“, erklärte der frühere österreichische Nationalspieler, der am Dienstag 51 Jahre alt wurde.

Israelischen Medien zufolge wütete Herzog auch noch in der Kabine seiner Mannschaft, dieses Mal jedoch anscheinend nicht nur verbal. Mehrere Flaschen soll der einstige Mittelfeldregisseur durch die Umkleide geschossen haben, ein Tisch sei bei dem Vorfall zu Bruch gegangen, mehreren Spielern sollen sogar Tränen in den Augen gestanden haben. „Ihr werdet nie irgendwas erreichen“, soll Herzog gepoltert haben.

Israel startete mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen stark in die EM-Qualifikation, unter anderem gelang ein 4:2 im Hinspiel gegen Österreich. Die erhoffte Qualifikation schien realistisch,

In den letzten drei Spielen errang Israel allerdings nur einen Punkt und liegt in Gruppe G mit acht Zählern bereits deutlich hinter Polen (13), Slowenien (11) und Österreich (10).  si

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