Kein Trainer-Effekt

von Redaktion

Kerber verliert auch in China in Runde eins

Zhengzhou – Auch mit ihrem neuen Interimstrainer Dirk Dier setzt sich für Deutschlands beste Tennisspielerin Angelique Kerber die sportliche Krise fort. Beim ersten gemeinsamen Auftritt mit dem ehemaligen Profi konnte die Kielerin einen Matchball nicht nutzen und verlor beim Turnier im chinesischen Zhengzhou mit 7:5, 4:6, 6:7 (6:8) knapp gegen die US-Amerikanerin Alison Riske.

Nach einem Auf und Ab hatte Kerber im Tiebreak des dritten Satzes einen Matchball, musste sich aber dennoch nach 2:50 Stunden gegen die Weltranglisten-34. geschlagen geben. Die 31-Jährige wartet damit weiter seit ihrer Zweitrunden-Niederlage in Wimbledon vor gut zwei Monaten auf den ersten Sieg und schied zum vierten Mal nacheinander gleich zum Auftakt aus.

Gegen die mutiger und aggressiver spielende Riske machte Kerber im ersten Satz ein 1:4 und im dritten einen 1:3-Rückstand wett. Coach Dier kam Mitte des entscheidenden Durchgangs ein weiteres Mal als Ratgeber auf den Platz, versuchte die Nummer 15 der Welt zu stärken und sprach ihr Mut zu. Das half Kerber aber ebenso wenig wie die 6:5-Führung.

Kerber hatte als Reaktion auf ihr schwaches Abschneiden in dieser Saison für das mit 1,5 Millionen Dollar in Zhengzhou eine Wildcard angenommen. „Für mich ist es wichtig, wieder mein Selbstvertrauen zu finden“, hatte Kerber nach ihrer Ankunft in China gesagt und auf positive Erlebnisse vor dem Urlaub gehofft: „Ich versuche, die Energie, die ich noch habe, rauszuholen.“ Auf Anhieb hat das noch nicht geklappt.  dpa

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