FUSSBALL IN KÜRZE

Prosinecki bleibt doch Nationaltrainer

von Redaktion

Nationalspieler Marco Reus plant nach der Beendigung seiner aktiven Laufbahn den Abschied aus dem Fußballgeschäft. „Noch mal 15 oder 20 Jahre in diesem Business zu arbeiten, mit dieser Öffentlichkeit, als Trainer oder als Manager, das ist eher nicht meins“, sagte der 30 Jahre alte Profi von Borussia Dortmund der Wochenzeitung „Die Zeit“. Er wolle lieber ein anderes Leben führen: „Dinge tun, die ich nie tun konnte: also richtig reisen, nicht so wie wir, die wir immer nur zwei Tage an einem Ort sind. Es gibt noch so so viele Sachen, die man noch erleben möchte. Dazu braucht man Zeit.“ Reus ist seit 2012 für den BVB aktiv und absolvierte bislang 45 Länderspiele. Dass er in seiner Heimatstadt Dortmund lebt und noch kein Angebot von ausländischen Clubs angenommen habe, bereut er nicht. „Es kann auch eine Sache des Mutes sein, zu bleiben und an einem Ort was aufzubauen“, erklärte Reus.

Rechtsverteidiger Jan Gyamerah, 24, hat sich gestern ohne Fremdeinwirkung einen Bruch des linken Wadenbeins zugezogen. „Es tut uns unglaublich leid für Jan, der sich menschlich und spielerisch großartig bei uns integriert hat und nach kurzer Zeit ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft wurde“, sagte Sportvorstand Jonas Boldt: „Wir werden alles dafür tun, um ihn in der schweren Reha-Phase bestmöglich zu unterstützen.“ Gyamerah war umgeknickt und anschließend von einem Rettungswagen abtransportiert worden.

Der Iran ist will trotz der landesweiten Proteste weiterhin an einem Stadionverbot für Frauen festhalten. „Unter den derzeitigen Umständen ist die Anwesenheit der Frauen in den Stadien nicht ratsam“, sagte Stabschef Mahmud Waesi am Mittwoch laut der Nachrichtenagentur Mehr. Die Regierung habe zwar grundsätzlich keine Einwände, aber im Vorfeld müssten die „moralischen Voraussetzungen“ erfüllt werden. Dies aber sei noch nicht der Fall, weil es weiterhin seitens der männlichen Fans „vulgäre Beschimpfungen“ in den Stadien gebe. Solch eine Atmosphäre sei für islamische Frauen nicht geeignet, sagte der Stabschef von Präsident Hassan Ruhani.

Rücktritt vom Rücktritt: Robert Prosinecki bleibt nun doch Trainer der bosnischen Nationalmannschaft. Nur drei Tage nach seiner Demission nahm der 50-Jährige seine Entscheidung vom Sonntagabend zurück. „Nach langen Gesprächen mit dem Verband, der mir seine volle Unterstützung zugesichert hat, habe ich mich entschieden, die Menschen nicht zu enttäuschen“, sagte Prosinecki, dessen Vertrag noch bis zum Ende der EM-Qualifikation läuft. Nach dem 2:4 in Armenien war der frühere kroatische Nationalspieler als Trainer der bosnischen Auswahl zurückgetreten.

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