Arme Fußballprofis

von Redaktion

HEINRICH HEUTE

VON JÖRG HEINRICH

Das Wirtschaftsmagazin Bilanz, eine Art Kapitalisten-Bravo, hat die Liste der 1000 reichsten Deutschen veröffentlicht. Und wieder findet sich kein Fußballer in der Spitzengruppe. Während sich in den Top 10 milliardenschwere Supermarktbesitzer (Lidl, Aldi) oder Autoerben (Porsche, BMW) tummeln, ist es aussichtslos, sich mit ehrlichem Fußball in den Geldadel zu dribbeln. Fußballer verdienen häufig so wenig, dass das Finanzamt ihre Tätigkeit als „Liebhaberei“ abtut und steuerlich nicht mehr anerkennt. Ein Thomas Müller müsste noch mindestens 45 Jahre spielen, um es in die Top 1000 zu schaffen. Nachwuchs für diesen großartigen Sport lässt sich so nicht mehr finden. Franz Beckenbauer würde heute eine Supermarktkette gründen. Die jüngste Gehaltserhöhung für Robert Lewandowski kann nur ein Anfang gewesen sein. Fußball muss sich endlich wieder lohnen.

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