BVB mit Demonstration der Stärke

von Redaktion

Dortmund – Mutmacher für das Team, Genugtuung für den Trainer. Vor dem kniffligen Champions-League-Start morgen gegen den FC Barcelona schoss sich Borussia Dortmund den Frust von der Seele. Beim überraschend deutlichen 4:0 über Bayer Leverkusen wurde der selbsterklärte Titelaspirant seinen hohen Ansprüchen gerecht und betrieb Wiedergutmachung für die unerwartete Schlappe zwei Wochen zuvor bei Aufsteiger Union Berlin. „Es ist besser, Rückenwind zu haben als frontal nur auf die Fresse zu bekommen. Das war genau die richtige Reaktion auf die letzten zwei Wochen“, kommentierte Neuzugang Julian Brandt.

Mit beeindruckendem Konterfußball und gnadenloser Effektivität schöpfte die Borussia Mut für das Duell mit dem katalanischen Starensemble. Obwohl die Leverkusener beim Ballbesitz mit über 60 Prozent vorn lagen, setzte sich die Borussia dank der Treffer von Paco Alcácer, und Raphael Guerreiro sowie dem Doppelpack von Marco Reus nach holprigem Start am Ende verdient durch. „Es war eine gute Generalprobe, auch gegen Barça wird es für uns lange Perioden ohne Ball geben“, sagte Mittelfeldspieler Thomas Delaney.

Ähnlich erleichtert wie die Profis wirkte BVB-Coach Favre. Nach der jüngsten Kritik an seiner mitunter risikoarmen Taktik entwarf der Schweizer Fußball-Lehrer im Duell mit der Werkself die richtige Strategie – und stach damit den für mutigeren Offensivfußball bekannten ehemaligen BVB- und heutigen Bayer-Trainer Peter Bosz gekonnt aus. „So viel Ballbesitz für Leverkusen war eigentlich nicht geplant“, bekannte Favre, „aber meine Mannschaft ist ruhig geblieben und hat keine großen Fehler gemacht.“

Bei aller Freude über den Sieg ließ sich Favre in bekannter Manier nicht zu einer Kampfansage an das favorisierte Team aus Barcelona hinreißen: „Wir haben uns nur auf dieses Spiel gegen Leverkusen konzentriert, niemand im Team hat über Barcelona gesprochen. Am Ende ist es immer gut zu gewinnen, auch vor solchen Spielen.“  dpa

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