Köln – Der THW Kiel verzweifelte an seinem Ex-Keeper Andreas Wolff, dagegen gelang der SG Flensburg-Handewitt zum Auftakt der Champions League ein Arbeitssieg. Während sich der THW gegen Vive Kielce und den starken Wolff durch einen Gegentreffer in letzter Sekunde mit einem 30:30 (14:15) zufriedengeben musste, bewiesen die Flensburger beim RK Celje Nervenstärke.
Drei Tage nach der Derby-Niederlage in der Bundesliga in Kiel setzte sich der Meister mit 25:24 (13:12) durch. 504 Tage hatte der dreimalige Titelträger Kiel in der Champions League gefehlt, bis zum letzten Spielzug sah es nach einer gelungenen Rückkehr aus. Dann traf Alex Dujshebaev ins Tor – und THW-Trainer Filip Jicha ins Herz. „Leider haben wir heute einen Punkt verloren“, sagte der frühere Welthandballer bei Sky: „Wenn man 30 Sekunden vor dem Ende mit zwei Toren führt, sollte man das nach Hause bringen.“
Auch Meister Flensburg musste bis kurz vor Schluss kämpfen, ehe der wichtige Auswärtssieg in Celje feststand. Trainer Maik Machulla hatte gefordert, „besser und schlauer“ zu agieren als beim 24:28 in Kiel – das gelang unter dem Strich. sid