Bier spritzt, ein Maßkrug bricht – und am Ende jubeln die Löwen

von Redaktion

Alter Brauch in neuem Gewand. Der Wiesn-Dreikampf von Hacker Pschorr, bei dem sich 1860-Profis traditionell mit anderen Sportlern messen, fand erstmals nicht in einer Sponsor-Location nahe der Theresienwiese statt, sondern in der angemieteten Almhütte auf dem Vereinsgelände.

Optisch bedeutete das: mehr Altholz-Ambiente wie in „Käfers Wiesn-Schänke“, mehr Anlehnung an das Fest der Feste – nur inhaltlich blieb alles beim Alten. Die 1860-Delegation – gestern: Stefan Lex, Hendrik Bonmann, Dennis Erdmann (o.r.) – trat in den Disziplinen Herzerlmalen, Fassanzapfen und Masskruglaufen an, im Wettstreit mit Titelverteidiger EHC München (u.r.: Keith Aulie) und den Herrschinger Bundesliga-Volleyballern.

In Erinnerung wird die 13. Auflage des Gaudiwettkampfs bleiben, weil ums Verrecken keiner verlieren wollte. Am Ende gab es für 1860 einen hart erkämpften Heimsieg zu feiern. Bonmann holte nicht nur beim Sprint mit zehn Maßkrügen alles aus sich heraus, sondern auch beim finalen Stemmen eines einzigen Kruges (wie der Volleyballer Joris Mantha). Aber das reichte auch nur zum Sieg, weil Lex beim zweiten Stechen das richtige Gespür hatte. Instinktiv tippte er bei der Frage, welche berühmte Persönlichkeit schon einmal auf der Wiesn gearbeitet hat, auf Albert Einstein. Am Ende klebte der biergebadete Boden, Scherben lagen in der Ecke und Lex sagte glücklich: „Wir haben uns gesagt: Wenn wir herkommen, wollen wir das Ding auch gewinnen. Den Titel haben wir Henne zu verdanken mit seinem unglaublichen Lauf.“ Auch Brauerei-Boss Andreas Steinfatt war erleichtert: „Im Blödsinn sind schon viele Verletzungen passiert. Ich bin froh, dass es bei Kratzern an der Hand geblieben ist und sowohl Torwart (Bonmann) als auch Volleyballer am Wochenende spielen können.“ ULI KELLNER /  Fotos (3): sampics

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