München – Die beiden Pflichtsiege gegen die Kellerklubs aus Chemnitz und Jena haben die Löwen geholt – jetzt gilt es den Drei-Punkte-Abstand zur Abstiegszone nicht wieder schrumpfen zu lassen. „Gegen Chemnitz und Jena musst du natürlich Ergebnisse einfahren, wenn du eine sorgenfreie Saison spielen willst“, sagt Sportchef Günther Gorenzel. „Mit Duisburg, Lautern und Würzburg warten in den nächsten Wochen ganz andere Kaliber auf uns.“
Am Samstag geht’s zum Zweitliga-Absteiger nach Duisburg/Meiderich, der mit 13 Punkten auf Tabellenplatz sechs rangiert und zuletzt vom späten 1:1-Ausgleich in Magdeburg geschockt wurde. „Wir werden sicherlich eine Schippe drauflegen müssen in Duisburg“, ahnt Gorenzel. „Wir hatten in Chemnitz und gegen Jena Phasen drin, wo das Ding auf die andere Seite hätte kippen können.“
Derlei Phasen sollten sich die Sechziger in der Wedau möglichst sparen. Mit ihrem Kapitän Moritz Stoppelkamp beschäftigen die Duisburger einen der Toptorjäger der Liga. Der Ex-Löwe hat für seinen Heimatklub bereits achtmal getroffen. Doch den Glauben an die eigenen Stärken haben auch die Löwen zurückgewonnen. „Die Siege haben Selbstvertrauen gegeben“, sagt Gorenzel. „Die Mannschaft wird in dieser Woche wieder einen Schritt machen. Von daher bin ich überzeugt, dass wir am Samstag so auftreten werden, dass wir mit mindestens einem Punkt zurückkommen.“
Bitter: Einer der Besten beim jüngsten 3:1-Sieg gegen Jena wird den Löwen in den nächsten zwei Wochen nicht zur Verfügung stehen. Efkan Bekiroglu zog sich bereits am Dienstag im Vormittagstraining einen Faserriss im Oberschenkel zu.
„Es ist sehr schade, dass ich meiner Mannschaft erst einmal nicht helfen kann“, wird der 24-jährige Deutsch-Türke in der Klub-Mitteilung zitiert. „Ich werde jetzt alles daran setzen, so schnell wie möglich wieder zurückzukommen.“
Die Verantwortung im Kreativbereich wird sich damit voraussichtlich auf Timo Gebhart verlagern, der gegen Jena 90 Minuten lang zuschauen musste. Auf die Ideen des Rückkehrers dürfte es am Samstag ankommen – neben defensiver Disziplin, versteht sich. Denkbar ist freilich auch eine Versetzung von Allrounder Tim Rieder ins Mittelfeld. Zwei (Geheim)-Einheiten hat Daniel Bierofka noch zum Testen.