Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf übernimmt die Ermittlungen im Fall Christoph Metzelder von ihren Kolleginnen und Kollegen aus Hamburg. „Wir haben das Verfahren nach Düsseldorf abgegeben. Das ist ein ganz normaler Vorgang, weil dies der Wohnort des Beschuldigten ist“, sagte die Hamburger Staatsanwältin Liddy Oechtering. Metzelder (38) wird der Verbreitung von Kinderpornographie verdächtigt. Am 3. September war sein Wohnsitz in Düsseldorf durchsucht worden. Der frühere Nationalspieler hat sich zu dem Vorwurf noch nicht öffentlich geäußert. „Auch gegenüber der Staatsanwaltschaft Hamburg hat er sich nicht eingelassen“, sagte Oechtering.
Nach dem Böllerwurf mit 17 Verletzten während des Bundesliga-Derbys zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach wird gegen den Verdächtigen auch wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion ermittelt. „Wir prüfen, ob es sich um einen illegalen Böller gehandelt hat“, sagte ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft gestern. Der Verdächtige habe sich eine Anwältin genommen und zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert. Gegen ihn wird zudem wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Der 1. FC Köln hatte Tags zuvor schon angekündigt, ein Stadionverbot gegen den 35-Jährigen zu verhängen. Außerdem werde man ihn für Kosten wie eine etwaige Verbandsstrafe des DFB in Regress nehmen. Bei der Detonation kurz vor Spielende waren zwölf Menschen im Kölner Stadion mit Verdacht auf Knalltraumata in ein Krankenhaus gebracht worden.