Nur Ancelotti lässt Klopp lächeln

von Redaktion

In Neapel merkt Liverpool: der Weg zur Titelverteidigung ist weit

Neapel – Für einen kurzen Augenblick konnte Jürgen Klopp allem Frust zum Trotz sogar schmunzeln. Bei der Verabschiedung von seinem Kollegen Carlo Ancelotti nach dem historischen 0:2-Fehlstart mit Champions-League-Sieger FC Liverpool in die Mission Titelverteidigung beim SSC Neapel huschte ein Lächeln über das Gesicht des deutschen Erfolgscoaches.

„Ich habe ihm gesagt“, berichtete Ancelotti später, „dass er sich keine Sorgen machen solle: Wenn man in Neapel verliert, gewinnt man am Ende die Champions League.“ Die Erinnerung an die 0:1-Niederlage seiner Reds in der Gruppenphase der vergangenen Saison der Königsklasse am Vesuv und den dennoch späteren Triumph konnte Klopps Ärger über die Strafstoß-Entscheidung des Münchner Schiedsrichters Felix Brych zum 1:0 der Italiener durch Dries Mertens (82.) indes nicht mildern: „Das war klar und offensichtlich kein Elfmeter. Wir wollten einen Punkt und haben ihn wegen dieses Elfmeters nicht holen können“, haderte der 52-Jährige: „Wenn Brych nicht gepfiffen hätte, wäre er auch nicht überstimmt worden.“

Über Neapels zweiten Treffer durch Fernando Llorente (90.+2) verlor Klopp schon auch kaum noch ein Wort. Klopp monierte nach der zweiten Saisonniederlage auch die Schwächen seiner eigenen Elf besonders in der Verwertung der durchaus zahlreichen Chancen. „Wir hätten auch gewinnen können, aber wir haben nicht getroffen“, räumte der Coach offensichtliche Probleme ein. Zu hart mochte Klopp jedoch mit seinem Team nicht ins Gericht gehen: „Wir müssen selbstkritisch sein, aber es war keine richtig schlechte Leistung.“ In der Heimat warnte die Zeitung The Guardian Klopp und seine Mannen unterdessen vor allzu großer Selbstsicherheit. „Die Botschaft des Spiels ist klar: Nichts ist für immer, und nichts ist je vollendet.“  sid

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