Leverkusen – Nach dem ersten Spiel schon vor dem Aus: Der Achtelfinal-Traum von Bayer Leverkusen in der Champions League scheint nach dem Auftakt-Patzer gegen Lokomotive Moskau trotz Eigentor-Schützenhilfe von Benedikt Höwedes fast illusorisch. Im Duell der Außenseiter in der Hammergruppe D kassierte die übernervös wirkende Bundesligist am Mittwochabend nach fast schon grotesken Gegentoren gegen den russischen Pokalsieger eine nicht eingeplante 1:2 (1:2)-Heimniederlage – und muss nun nacheinander zu den übermächtig scheinenden Top-Teams Juventus Turin (1. Oktober) und Atlético Madrid (22. Oktober) reisen. Selbst das Überwintern in der Europa League ist im erwarteten Fernduell mit Moskau in Gefahr.
Dabei hatte der 2014er-Weltmeister Benedikt Höwedes Bayer mit einem unglücklichem Eigentor eigentlich wieder in die Spur verholfen (25.), nachdem Grzegorz Krychowiak die Gäste nach einem ersten Leverkusener Patzer erstmals in Führung gebracht hatte (16.). Doch Dimitri Barinow (37.) nutzte einen dicken Fehler von Lukas Hradecky zum Siegtreffer.
„Es ist ganz klar unsere Aufgabe zu gewinnen“, hatte Bayer-Trainer Peter Bosz gefordert. Doch von einem Siegeswillen war bei seinem Team wenig zu sehen. Von Beginn an taten sich die Leverkusener schwer. Zwar hatten die Gastgeber wesentlich mehr Ballbesitz als ihr Gegner, doch in Gefahr brachten sie die von Höwedes organisierte Lok-Abwehr kaum. Im Gegenteil: Die Werkself, die auf Kerem Demirbay verzichten musste, sorgte selbst dafür, dass der russische Pokalsieger ins Spiel kam. Moskau konnte sich kaum noch aus der Umklammerung am eigenen Strafraum lösen. Entweder fehlte der Werkself allerdings der letzte Pass oder die Abschlüsse von Volland (60., 64.) und Nationalspieler Havertz (72.) waren zu ungenau. sid