Was ist neu?
Der Auftaktwettbewerb. Erstmals findet bei der WM ein gemischtes Teamzeitfahren im Staffelformat statt. Über insgesamt 28 Kilometer verteilt auf zwei Runden à 14 Kilometer gehen pro Nation zunächst drei Männer und danach drei Frauen auf die Strecke. Für Deutschland starten mit guten Medaillenaussichten Tony Martin, Nils Politt und Jasha Sütterlin, in Runde zwei gehen Lisa Brennauer, Lisa Klein und Mieke Kröger auf den Kurs. Die Mixed-Staffel löst das Zeitfahren der Profimannschaften ab, das von 2012 bis 2018 ausgetragen wurde. Bei der EM im August siegten die Niederlande vor Deutschland.
Wie viele Medaillenchancen hat der Bund Deutscher Radfahrer (BDR)?
Vor allem in den Zeitfahren ist einiges möglich. Nicht nur im Mixed-Rennen, auch in den Einzelzeitfahren der Frauen (Brennauer und Klein), Männer (Tony Martin) und der Junioren (Marco Brenner) ist ein Platz auf dem Podium in Reichweite. Prognosen für die Straßenrennen fallen weitaus schwerer. Gerade beim abschließenden Highlight (29. September) der Profis über 285 km fehlt der deutschen Mannschaft ein echter Siegkandidat. Am ehesten ist John Degenkolb oder Nils Politt ein Top-Ergebnis zuzutrauen. „Nicht wirklich rosig, aber auch nicht dunkel“, findet Tony Martin die deutschen Aussichten.
Wer fehlt im deutschen Team?
Es hätte die WM von Maximilian Schachmann werden können. Der Berliner wäre in den Zeitfahren ein Trumpf gewesen, auch das Profil des Straßenrennens hätte seinen offensiven Fahrstil begünstigt. Doch nach dem Handbruch bei der Tour im Juli unterbrach ein hartnäckiger Infekt seinen Formaufbau, der 25-Jährige erreichte die nötige körperliche Verfassung nicht mehr. Auch Tour-Überflieger Emanuel Buchmann wird fehlen, die Strecke in den Zielort Harrogate kommt seinen Kletterfähigkeiten nicht entgegen.
Was läuft im TV oder Livestream?
Das ZDF überträgt beim Kampf um die begehrten Regenbogentrikots die Elitewettbewerbe bei Frauen und Männern. Die Zeitfahren (24. und 25. September) sind im Livestream zu sehen, die wichtigsten Phasen der Straßenrennen (28. und 29. September) auch live im Fernsehen. Eurosport berichtet umfassend und zeigt auch die Nachwuchsrennen der Junioren und der U23-Klasse ausführlich. Über 30 Stunden sendet der Spartenkanal via TV (Eurosport 1+2) und Eurosport-Player live aus Großbritannien. Auch wer einen DAZN-Zugang besitzt, kann die Eurosport-Übertragungen per Livestream verfolgen. sid