Alle Mann zwei Zentimeter größer

von Redaktion

Unterhaching nach dem 2:0 gegen Großaspach Tabellenführer der 3. Liga

VON KLAUS KIRSCHNER

Unterhaching – Nach dem erfolgreichen Börsengang nannte der Unterhaching Präsident Manfred Schwabl ganz klar seine sportlichen Ziele: „In zwei Jahren wollen wir in die zweite Bundesliga aufsteigen.“ Vielleicht klappt es ja viel schneller, denn am neunten Spieltag der 3. Liga übernahmen die Hachinger mit dem 2:0-Heimsieg gegen Sonnenhof Großaspach die Tabellenführung. Für Claus Schromm ist dies aber nur eine Momentaufnahme: „Auch in der letzten Saison waren wir mal Tabellenführer, sind dann aber in die Bredouille gekommen, allerdings sind wir jetzt breiter aufgestellt“, sagte der Trainer.

Trotzdem konnte Schromm den Augenblick genießen: „Drei Punkte, Tabellenführung zum Wiesn-Aanstich – was gibt es Schöneres?“ Der Coach fand aber auch kritische Worte: „Anfangs hatte Großaspach ständig den Ball, dann haben wir eiskalt zugeschlagen, mussten aber auch etwas zittern. Unser Torhüter Mantl hat die Null dann festgehalten.“

Auf die überraschende Anfangs-Offensive der Gäste antworteten die Hachinger mit einem perfekten Konter, den Jim-Patrick Müller in der 13. Minute mit seinem Tor zum 1:0 abschloss. „Die Tabellenführung fühlt sich schön an, ist aber eine Nebensache“, freute sich Müller über seinen ersten Saisontreffer. Mit dem zweiten perfekten Angriff der Hachinger sorgte Felix Schröter für das 2:0 (19.). Eine weitere gute Chance vor der Pause hatte Sturmroutinier Dominik Stroh-Engel, 33, dessen Volleyschuss in der 37. Minute allerdings knapp das Ziel verfehlte.

Der Zugang aus Karlsruhe konnte sich nicht wie beim 2:1 gegen Chemnitz als Doppeltorschütze in Szene setzen, fühlt sich in Haching aber pudelwohl: „Hier herrscht ein tolles Klima innerhalb der Mannschaft. Wir unternehmen auch viel miteinander. Derzeit sind alle bei uns zwei Zentimeter größer.“

Im zweiten Abschnitt hatten beide Teams noch hochkarätige Chancen, viele Unterbrechungen und Auswechslungen hemmten aber den Spielfluss. Schiedsrichterin Riem Hussein unterband mit sieben Gelben Karten viele unnötige Härten. Haching hatte aber alles im Griff – prompt tönte es nach dem Schlusspfiff von den mit 2250 Zuschauern nur spärlich gefüllten Rängen: „Spitzenreiter, Spitzenreiter“. Nach drei Siegen in Serie versuchte Schromm die gestiegene Erwartungshaltung zu dämpfen: „Jetzt bereiten wir uns seriös auf das Auswärtsspiel in Ingolstadt vor.“

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