Bayern-Frauen zurück in der Spur

von Redaktion

München – In den Torjubel mischte sich auch ein wenig Erlösung. Einige gute Chancen hatte der FC Bayern zuvor ausgelassen, trotz deutlicher Überlegenheit fiel die Führung beim SC Sand nach einem frühen Treffer von Linda Dallmann (12.) knapp aus – doch dann schlug Mandy Islacker (59.) zu.

Mit Islackers Tor zum 2:0 war das Gefühl verbunden, dass an diesem Sonntag nichts mehr schief gehen würde. Nachdem der Knoten geplatzt war, schossen die Bayern-Frauen sogar noch einen hohen Sieg heraus, Jovana Damnjanovic (68.), Nicole Rolser (86.) und noch einmal Islacker sorgten für den 5:0-Endstand. Erlösend war der Sieg in Sand auch deshalb, weil die Bayern-Frauen eine gute Reaktion auf die überraschende Heimniederlage am vergangenen Sonntag gegen Bayer Leverkusen zeigten.

„Wir sind hingefallen – und jetzt sind wir wieder aufgestanden. Die Mannschaft hat Charakter bewiesen und die Grundtugenden im Fußball von Beginn an hochgehalten. Zusammen mit unserer fußballerischen Klasse kommt dann so ein Ergebnis zustande“, sagte Trainer Jens Scheuer zufrieden.

Ein bisschen Druck war ja durchaus da vor dem Spiel, denn der VfL Wolfsburg hatte sich auch beim 3:0 in Potsdam keine Blöße gegeben, verlustpunktfrei steht der große Rivale an der Tabellenspitze. Weitere Punkte hätten die Bayern in Sand also nicht einbüßen dürfen, zumal schon letzte Saison zwei Unentschieden gegen den Dorfclub entscheidende Zähler im Titelrennen kosteten.

Dass es diesmal anders kam, lag vor allem an Rückkehrerin Islacker, die gegen Leverkusen noch wegen muskulären Beschwerden hatte passen müssen. Mit zwei Treffern und einer Vorlage meldete sie sich zurück, die Stürmerin hat somit in ihren letzten drei Spielen jeweils doppelt getroffen. Auch bei Nationalspielerin Dallmann hatte es gegen Leverkusen nur für eine Halbzeit gereicht, in Sand hatte sie mit einem Tor und einer Vorlage ebenfalls großen Anteil daran, dass die Bayern-Frauen zurück in die Spur fanden.

Übrigens genau rechtzeitig vor dem Champions-League-Rückspiel gegen Göteborg (Mittwoch, 19 Uhr), in das die Bayern mit einem 2:1-Vorsprung aus dem Hinspiel gehen. CHRISTIAN STÜWE

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