Mönchengladbach – Borussia Mönchengladbach hat drei Tage nach der höchsten Europapokal-Heimpleite mit dem ersten Heimsieg seit acht Monaten mühsam Wiedergutmachung betrieben.
Beim 2:1 (0:1) im kleinen Rhein-Derby gegen Fortuna Düsseldorf stand das Team von Trainer Marco Rose lang erneut vor einer schmerzhaften Pleite. Der eingewechselte Marcus Thuram (74. Minute/87.) drehte mit einem Tor-Doppelpack noch die Partie. Damit endete die Sieglos-Heimserie. Zuletzt hatte die Elf vom Niederrhein am 26. Januar gegen den FC Augsburg (2:0) gewonnen.
Auch der Heim-Nimbus im S-Bahn-Duell blieb gewahrt – die bislang letzte Niederlage daheim gegen Düsseldorf liegt nunmehr 35 Jahre zurück. Gäste-Trainer Friedhelm Funkel nutzte die Unsicherheit der Borussen aus, indem er sein Team taktisch völlig verändert aufs Feld schickte.
Mit einer Dreier-Abwehrkette bei einer 3-4-1-2-Formation und dem eigentlichen Rechtsverteidiger Matthias Zimmermann hinten den Spitzen verblüfften die Düsseldorfer. In den ersten zehn Minuten spielte nur der Außenseiter auf das Gladbacher Tor und ging verdient in Führung.
Den Kopfball von Hoffenheims Leihgabe Adams erwischte Nationalverteidiger Matthias Ginter erst hinter der Linie. Für den starken Ghanaer war es im ersten Saisonspiel von Beginn an sogleich das erste Tor. Immerhin reagierte Borussia und fand sich nach gut zehn Minuten besser zurecht. Breel Embolo nutzte kurz hintereinander zwei Großchancen zum Ausgleich (10./12.) nicht.
Es entwickelte sich ein munteres Spiel, in dem die Gäste bis zur Halbzeit spielbestimmend blieben. Dass Gladbach gegen die vom Gladbacher Umfeld gerne belächelte Fortuna überhaupt bis weit in die zweite Halbzeit im Spiel blieb, lag an der fehlenden Konsequenz der Gäste. In US-Nationalkeeper Zack Steffen hatte Fortuna erneut einen ganz starken Rückhalt. Gegen Thuram war aber auch die Leihgabe von Manchester City zweimal machtlos. dpa