Innsbruck – Sieben Monate nach der Doping-Razzia bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld hat die Staatsanwaltschaft Innsbruck Anklage gegen den Skilangläufer Max Hauke (27) und den Radsportler Stefan Denifl (32) erhoben. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wirft sie Denifl gewerbsmäßig schweren Sportbetrug vor. Der Tiroler habe beginnend im Jahr 2014 bis zur Beendigung seiner Karriere Ende 2018 Blutdoping praktiziert und Wachstumshormone genommen. Denifl habe in dieser Zeit von den getäuschten Geldgebern mehr als 500 000 Euro erhalten. Ihm droht bei einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.
Dem früheren Langläufer Hauke wird vorgeworfen, dass er sich beginnend mit der Saison 2015/2016 von einem deutschen Sportmediziner beim Eigenblutdoping betreuen ließ und darüber hinaus Wachstumshormone zu sich genommen hat. Ihm droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.
Hauke war bei der Razzia Ende Februar in Seefeld auf frischer Tat beim Eigenblutdoping erwischt worden, Denifl legte bereits ein umfassendes Geständnis ab. Sowohl Denifl als auch Hauke wurden bereits für je vier Jahre gesperrt. dpa