Schnauze

von Redaktion

Bad Tölz – Auch wenn die Tölzer Löwen mit ein paar Verletzten in die Eishockey-Saison gestartet sind – eines scheint klar: Der Playdown-Teilnehmer der zurückliegenden beiden Saisons wird wohl diesmal mit dem Abstiegskampf in der DEL2 nichts zu tun bekommen.

Die runderneuerte Mannschaft des neuen, ambitionierten Trainers Kevin Gaudet startete mit acht Punkten aus den ersten vier Spielen. Nach zwei Siegen in der Verlängerung – 3:2 am Freitag in Weißwasser und 4:3 am Sonntag gegen Meister Ravensburg – hat sich Tölz erst einmal auf Rang drei der DEL 2 platziert. „Das hätte ich vorher sofort unterschrieben“, sagt Gaudet. Er vergisst nie zu betonen, dass er „nur drei Spieler dieser Mannschaft kenne“.

Doch mittlerweile weiß auch Gaudet um die Qualitäten der Spieler: Da ist zum Beispiel ein Max French, der zuvor in nordamerikanischen Ligen und zuletzt in Dänemark seine Meriten sammelte, und nun seinen Zug zum Tor mit zwei Doppelschlägen bewies. Gegen Ravensburg sorgte er 43-Sekunden vor Ende der Verlängerung mit einem satten Schuss ins Kreuzeck für die Entscheidung.

Die hätte allerdings schon früher fallen können. Die Löwen legten mit hohem Tempo und schönen Kombinationen los, führten schnell auf 2:0. Der Einbruch nach der ersten Unterzahl mit Anschlusstreffer und Ausgleich bei eigener Überzahl hätte nicht sein müssen. Im Schlussdrittel kehrten die Löwen zum Tempo der Anfangsphase zurück, zwangen Ravensburg zu Strafen und bombardierten das Gäste-Gehäuse bei zehnminütigem Powerplay. Gaudet: „Wir waren die dominierende Mannschaft, haben hervorragend gespielt.“ Bis auf Marco Pflegers 3:2 und etlichen Top-Chancen sprang allerdings nichts dabei heraus. Stattdessen glichen die Gäste wieder aus – Verlängerung.

Auch bei den Lausitzer Füchsen gewannen die Löwen die Overtime. Da war es der zum Verteidiger umfunktionierte Manuel Edfelder, der den Extrapunkt sicherte. Das ist auch etwas, das die neuen Löwen auszeichnet: Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. Trotzdem bleibt an der Chancenverwertung zu arbeiten. Das nimmt sich Gaudet vor: „Besser wir erarbeiten uns Chancen und vergeben sie, als dass wir zu schwach sind.“ NICK SCHEDER

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