1969 wurde er als Europas Fußballer des Jahres ausgezeichnet, nun ist Italiens Fußball-Ikone Gianni Rivera als 76-Jähriger zum Profitrainer aufgerückt. Der 60-malige Nationalspieler, der 1970 Vizeweltmeister mit Italien in Mexiko geworden war, beendete mit Erfolg die Ausbildung zum Fußballlehrer. Damit könnte er ab sofort jeden Profi-Klub der Welt trainieren. „Rivera war ein perfekter Schüler. Obwohl er Fußballgeschichte geschrieben hat, hat er mit großer Demut wieder als Schüler angefangen. Er hat keine Stunde Unterricht verpasst. Er war der erfahrenste Schüler in seinem Kurs“, wurde Renzo Ulivieri, der Präsident der italienischen Trainervereinigung, in der „Gazzetta dello Sport“ zitiert. Der ehemalige Mittelfeldstar Rivera, der mit dem AC Mailand unter anderem dreimal Meister geworden war, will allerdings keine Karriere als Coach mehr beginnen.
Der Schweizer Bundesanwalt Michael Lauber ist trotz seines umstrittenen Vorgehens während der Ermittlungen im Korruptionsskandal beim Weltverband FIFA in seinem Amt bestätigt worden. Das Schweizer Parlament stimmte mit knapper Mehrheit für eine dritte Amtszeit des 53-Jährigen – obwohl sich der Justizausschuss zuvor gegen eine Wiederwahl ausgesprochen hatte. Lauber wird somit weitere vier Jahre im Amt sein. Im Juni hatte das Schweizer Bundesstrafgericht entschieden, dass sich Lauber bei den FIFA-Ermittlungen eines „beruflichen Fehlverhaltens“ schuldig gemacht hat. Er musste sich deshalb von dem Fall zurückziehen. Vorgeworfen werden Lauber die Treffen mit FIFA-Präsident Gianni Infantino im Rahmen der Ermittlungen.
Die nordamerikanische Profiliga Major League Soccer (MLS) hat das Verbot der umstrittenen „Iron Front“-Fahnen und -Banner vorerst bis zum Saisonende aufgehoben. Vertreter der Liga und von Fan-Gruppierungen einigten sich darauf, in der Zwischenzeit den Verhaltenskodex für die Zuschauer in den Stadien zu überarbeiten. In mehreren Stadien der MLS waren Fahnen mit drei nach links unten gerichteten Pfeilen lange Zeit unbeanstandet geschwenkt oder aufgehängt worden. Die Fan-Gruppierungen erinnerten damit an die „Eiserne Front“, eine 1931 gegründete, von der SPD dominierte Bewegung, die im März 1933 von den Nationalsozialisten verboten wurde.
Bei Fußball-Krawallen zwischen marrokanischen Problemfans nach einem Pokalspiel nahe Casablanca hat es einen Toten und fünf Verletzte gegeben. „Eine Gruppe von Wydad-Casablanca-Fans stoppte ein Fahrzeug mit Anhängern des AS FAR Rabat und warf Steine, bis die Situation eskalierte“, erklärten die örtlichen Behörden. Sechs Personen wurden von der Polizei vorläufig festgenommen.