Eisflächen in DEL

von Redaktion

Stuttgart – Die Teams der Deutschen Eishockey Liga sollen künftig auf kleineren Eisflächen spielen. Laut einer Meldung bei sportschau.de will der Weltverband IIHF die Spielfelder in Europa auf die Maße der nordamerikanischen Profiliga NHL reduzieren. „Der Trend geht eindeutig in die Richtung, dass die Spielfeldgröße in Europa auf 60 mal 26 Meter angepasst werden soll“, sagte der bei der DEL für den Spielbetrieb zuständige Jörg von Ameln. Der IIHF-Kongress, der zurzeit in Rom tagt, werde darüber entscheiden, erklärte von Ameln. „Wir rechnen zum Wochenende mit neuen Informationen.“

In der DEL sind die Spielflächen vier Meter breiter als in der NHL. Hintergrund einer möglichen neuen Richtlinie des Weltverbands sei, dass internationale Partien und Turniere künftig nur noch nach NHL-Maßen ausgetragen werden sollen, schreibt sportschau.de weiter. Bereits bei der WM 2022 in Finnland und bei den Olympischen Winterspielen in Peking werde das der Fall sein. Fraglich wäre, ob die Neuerung bereits bei der WM 2020 in der Schweiz greifen würde.

Sollten die Spielflächen auch in der DEL verkleinert werden, könnte das für die Clubs laut von Ameln zu hohen Kosten führen. „Es gibt in Deutschland nicht viele Stadien, die diese Norm umsetzen können.“ Dazu gehören etwa Mannheim, Köln und Berlin. „Ein Umbau würde für die anderen Vereine Kosten in Höhe von einer Million Euro darstellen“, meinte von Ameln. „Das hätte für die Clubs weitreichende Folgen.“ Allerdings spreche sich nicht nur die DEL, sondern auch die schwedische und die finnische Liga gegen kleinere Spielfelder aus.

Würden sie vom Weltverband jedoch eingeführt, könnte die DEL ihren Clubs möglicherweise eine Übergangszeit von zehn Jahren gewähren. Das heißt jedoch, dass zum Beispiel Mannheim in eigener Halle auf einer kleineren Fläche und auswärts häufiger auf einer größeren spielen müsste.  dpa

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