Ex-Weltmeister Raphael Holzdeppe (Zweibrücken) hat nach einer Zitterpartie an seinem 30. Geburtstag das WM-Finale im Stabhochsprung erreicht. In der Qualifikation übersprang Holzdeppe im dritten und letzten Versuch die geforderten 5,75 m, nachdem er schon 5,70 m erst im letzten Anlauf gemeistert hatte. „Ich habe es nicht mit Absicht so spannend gemacht, ich hätte es gerne andersrum gehabt. Das waren mehr Sprünge, als ich eigentlich machen wollte“, sagte Holzdeppe: „Die Hauptsache ist aber, dass das Ende gut ist.“ Ebenfalls den Einzug in die morgige Medaillenentscheidung schaffte Bo Kanda Lita Baehre, 20. Dem WM-Debütanten aus Leverkusen reichten im ersten Versuch übersprungene 5,70 m, um bei den besten Zwölf dabei zu sein. Torben Blech (Leverkusen) musste hingegen bei seiner WM-Premiere nach übersprungenen 5,45 m wegen einer Rückenzerrung aufgeben. Überraschend ausgeschieden ist Weltrekordler Renaud Lavillenie (Frankreich), der dreimal an 5,70 m scheiterte.
Die Münchnerin Katharina Trost hat über 800 m den Einzug ins heutige Finale verpasst. Die 24-Jährige wurde nach 2:01,77 Minuten Siebte in ihrem Halbfinale. Schnellste auf dem Weg in den Endlauf war Halimah Nakaayi aus Uganda (1:59,36). „Ich habe alles gegeben, es war richtig hart, ich habe nach 300 Metern gemerkt, das wird lange“, sagte Trost. Ihre Münchner Teamgefährtin Christina Hering war schon im Vorlauf ausgeschieden.