Schmerzende Beine und kein Gefühl

von Redaktion

Final-Träume der Sprinthoffnungen Gina Lückenkemper und Tatjana Pinto geplatzt: „Natürlich war das Sch . . .“

Doha – Gina Lückenkemper zitterte noch bei Tatjana Pinto mit, doch alles Daumendrücken half nicht: Die Final-Träume der deutschen Sprinterinnen sind bei der Leichtathletik-WM in Doha jäh geplatzt, in der Vorschlussrunde bekam das chancenlose DLV-Duo deutlich die Grenzen aufgezeigt. die EM-Zweite Lückenkemper und die deutsche Meisterin Pinto waren nach ihrem Halbfinal-Aus die Ratlosigkeit in Person.

„Natürlich war das Sch . . ., da kann man nichts anderes sagen. Ich wäre gerne viel schneller gerannt. Ich hatte heute irgendwie schmerzende Beine, dann sind 100 m verdammt lang“, sagte die 22 Jahre alte Lückenkemper. Die Neu-Berlinerin wurde in schwachen 11,30 Sekunden Achte und Letzte in ihrem Rennen wurde, die Frische und Lockerheit ihrer beiden starken Vorjahre sind ihr völlig abhanden gekommen.

„Ich habe gestern Abend Rückenprobleme bekommen. Kann sein, dass die sich durchgezogen haben und es deshalb nicht funktioniert hat. Irgendwas stimmt nicht, jetzt müssen wir gucken, dass der Körper wieder vernünftig läuft“, sagte Lückenkemper.

Pinto lief im letzten Halbfinale gerade einmal eine Hundertstel schneller, als Fünfte mit 11,29 war damit ebenfalls Endstation. „Als ich mich aufgerichtet habe, konnte ich meine Beine irgendwie nicht spüren. Das war total komisch. Ich bin enttäuscht“, sagte die 27-Jährige: „So schnell sind ein paar Zehntel drauf, wenn man nicht locker bleibt.“

Der Einzug ins Finale der besten Acht, der als letzter Deutschen Melanie Paschke 1997 in Athen (Platz sechs) gelungen war, wäre für beide deutschen Sprinterinnen in Bestform durchaus machbar gewesen: 11,10 Sekunden reichten in Doha für den Sprung in den elitären Kreis, Lückenkemper (10,95) und Pinto (11,00) sind in ihrer Karriere schon deutlich schneller gelaufen. Doch irgendwie wollte in Katar nichts zusammenpassen. Kleiner Trost: Mit der 4×100-m-Staffel dürften sich Lückenkemper und Pinto zusammen mit Lisa-Marie Kwayie und Yasmin Kwadwo noch Hoffnungen auf eine Medaille machen.  sid

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