Keine Angst vor Juves Schreckgespenst

von Redaktion

Bayer ist trotz Ronaldos traumhafter Bilanz gegen deutsche Clubs zuversichtlich

Turin – In schicken dunklen Anzügen und ohne Angst vor Megastar Cristiano Ronaldo stiegen die Profis von Bayer Leverkusen am Montag in den Flieger. „Uns muss man erst mal schlagen“, sagte Sportchef Rudi Völler vor der Herkules-Aufgabe an diesem Dienstag (21 Uhr/Sky) bei Juventus Turin, bei der Bayer nach der peinlichen Auftakt-Niederlage in der Champions League in der Pflicht steht, für eine Sensation zu sorgen.

Natürlich sei Juventus der Favorit, ergänzte der Weltmeister von 1990 und Italien-Kenner, „Juve ist eine der Mannschaften, die den Titel holen kann. Aber wir sind auch ein unangenehmer Gegner“. Den „ein oder anderen Großen“ könne Bayer sicher schlagen. „Am liebsten fangen wir am Dienstag damit an“, sagte Völler. Auch seine Spieler glauben an einen Erfolg. „Nichts ist unmöglich“, sagte Ex-Nationalstürmer Kevin Volland: „Auch nicht in der Champions League. Auch nicht in Turin. Das wird ein geiles Spiel. Und wir müssen es genießen.“

Allerdings stehen die Chancen gerade gegen Turin nicht ganz so gut. Denn der Ruf von Cristiano Ronaldo als Schreckgespenst für deutsche Bundesligisten ist mehr als begründet: Schon 26 Treffer erzielte der portugiesische Superstar in 24 Partien gegen deutsche Clubs – eine traumhafte, aber gleichzeitig auch erschreckende Bilanz für Leverkusen.

Ronaldo, den es zuletzt in der Leiste gezwickt hatte, bewies am Samstag, dass sein Torriecher immer noch intakt ist. Beim 2:0-Erfolg gegen SPAL Ferrara war der 34-Jährige per Kopf in der 78. Minute nach mustergültiger Flanke von Paulo Dybala zum Endstand erfolgreich.

Der „Corriere dello Sport dello Sport“ glaubt, dass Trainer Maurizio Sarri den „glorreichen Drei“, CR7 sowie den Argentiniern Dybala und Gonzalo Higuain, gegen den Werksclub in der Offensive vertrauen wird. „Sarri braucht gegen Bayer Leverkusen unbedingt drei Punkte, um die Qualifikation für das Achtelfinale problemlos zu schaffen“, schrieb das Blatt.

Der italienische Rekordmeister steht nach dem 2:2 zum Auftakt gegen Atlético Madrid unter Druck. „Die müssen auch gewinnen“, sagte Volland. Turin hat nach acht nationalen Titeln in Folge den Titel in der Königsklasse als Ziel ausgegeben. „Wir sind ganz auf die Champions League fokussiert“, meinte Dyballa.

Dennoch herrscht bei Juve großer Respekt vor den Rheinländern. Sarri kündigte an, den Gegner nach den guten letzten Auftritten in der Bundesliga genauestens zu analysieren. „Sie haben bisher in der Meisterschaft gut abgeschnitten“, so der Coach. Parallel zum Sieg von Ronaldo und Co. am Samstag setzte sich Bayer beim FC Augsburg mit 3:0 durch. „Leverkusen ist ein harter Brocken“, weiß Juan Cuadrado: Wir müssen daher mit höchster Konzentration spielen.“  dpa/sid

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