Athleten als „Versuchstiere“

von Redaktion

In der Doping-Affäre um Trainer-Guru Alberto Salazar und das Nike Oregon Project kommen immer mehr Details ans Licht. Und der Sportartikelgigant – Sponsor und Namensgeber – gerät verstärkt in den Fokus. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, reichen die Verstrickungen bis in höchste Konzernkreise. Nike-Vertreter inklusive Geschäftsführer Mark Parker seien von Salazar und Arzt Jeffrey Brown per E-Mail über die Doping-Experimente informiert worden. Ein Versuch, ob der Gebrauch von Testosteroncreme zu einem positiven Dopingtest führe, sei auf dem Gelände des Nike-Hauptquartiers durchgeführt worden. Parkers Stellungnahme: „Nike war niemals an Bemühungen beteiligt, Läufer systematisch zu dopen. Schon allein der Gedanke daran macht mich krank.“

US-Dopingjäger Travis Tygart sagte derweil, NOP-Sportler seien „Versuchstiere“ gewesen: „Sie hatten keine Ahnung, was mit ihnen getrieben wurde.“

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