München – Mit dem Heimspiel am Sonntag (13 Uhr) gegen die Braunschweiger Eintracht erwartet den FC Bayern II eine schwere Prüfung. Bisher aber vermochten die kleinen Bayern in den Spielen gegen die „Großen“ der 3. Liga durchaus zu überzeugen. Einem 2:1-Erfolg in Halle ließen die Münchner eine unglückliche 1:2-Niederlage gegen Unterhaching und einen 2:1-Sieg über Ingolstadt folgen. Nach dem Dreier gegen die Schanzer gewann der Aufsteiger zuletzt in Großaspach mit 4:1 und tritt nun erstmals in dieser Saison mit zwei Siegen in Serie zu einer Partie an. Und von einem recht komfortablen Platz im Tabellenmittelfeld aus. Nun wartet aber die nächste große Herausforderung – denn Braunschweig ist Tabellendritter.
Zwar hatten es die Bayern in Großaspach nach einer 4:0-Halbzeitführung im zweiten Abschnitt deutlich lockerer angehen lassen, Trainer Sebastian Hoeneß aber erlebte dennoch erstmals in dieser Saison eine Schlussphase „ohne die ganz große Anspannung“. Das späte Gegentor „nervte“ ihn trotzdem, da sein Team dadurch eine gute Gelegenheit vergab, auch den letzten wirklichen Makel auszumerzen: Nach wie vor warten die Bayern auf ein Ligaspiel ohne Gegentreffer. „Gegen Braunschweig“, sagt Hoeneß, „werden wir sehen, wie weit wir wirklich sind.“
Die Chancen scheinen nun nicht schlecht zu stehen: Nach exzellentem Start blieben die Niedersachsen zuletzt dreimal in Serie ohne Sieg. Zudem kann Hoeneß wohl wieder auf Michael Cuisance und Alphonso Davies zurückgreifen, da die Profis bereits am Samstag Hoffenheim empfangen. Die Hoffnung auf den Sprung in die obere Tabellenhälfte ist vor der anschließenden Länderspielpause auch eng mit dem Namen Kwasi Okyere Wriedt verknüpft. Drei Tore erzielte der 25-jährige in Großaspach, insgesamt hat er damit schon acht Mal getroffen. Einzig Moritz Stoppelkamp, früher mal ein Löwe, jetzt Duisburger, gelang ein Tor mehr. Bisher. MATTHIAS HORNER