Ein Sieg fürs Gemüt

von Redaktion

Bayerns Basketballer sehen sich auch in Europa auf Kurs

München – Zumindest bei Maodo Lo hatte der Arbeitstag merklich Spuren hinterlassen. Mitte der ersten Halbzeit des Duells mit Olimpia Mailand hatte der 26-Jährige Spielmacher der Basketballer des FC Bayern einen Schlag auf die Hüfte bekommen. Nach einigen Minuten Behandlung kehrte er aufs Feld zurück. Das war gut so. Und das nicht nur weil seine Bayern in der Riege der Spielgestalter dieser Tage einen kleinen Engpass haben. Lo hatte spielerisch einigen Anteil daran, dass die Münchner die Partie gegen die höher eingeschätzten Lombarden von Beginn an unter Kontrolle hatten. Am Ende stand ein 78:64-Erfolg. Und damit zumindest schon mal eine Sache fürs Gemüt – anders als im Vorjahr, als die Bayern von Efes Istanbul verprügelt worden waren. „Es fühlt sich gut an“, fand Lo.

Und es wird immer deutlicher, dass Sportchef Daniele Baiesi im Sommer wohl tatsächlich ganz gut eingekauft hat. Trainer Radonjic hat nun einen Kader, den er ohne nennenswerten Qualitätsverlust rotieren kann. Greg Monroe etwa spielte offensiv lange unglücklich – dafür übernahmen eben die Meisterspieler wie Vladimir Lucic (18 Punkte). Und der NBA-Star selbst schuftete dafür umso mehr am Korb. 10 Abpraller griff er am Ende ab – genau da hatte es den Bayern in Europa im Vorjahr am meisten gefehlt. Und da wird Monroe bald von Mathias Lessort Unterstützung erhalten, derzeit braucht der Franzose noch Training. Zumindest Vladimir Lucic gefällt schon jetzt, was er sieht. „Wir sind jetzt auf alle Fälle breiter aufgestellt“, sagte der Serbe, „aber da müssen wir auch hin.“  rp

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