Unterhaching – Mit Oktoberfest-Stimmung will die SpVgg Unterhaching, der Drittliga-Tabellenführer, die Zuschauer am Samstag (14 Uhr) zum Heimspiel gegen Preußen Münster in den Sportpark locken. Zwei Blaskapellen und lukullische Schmankerl erwarten die Fans. Die sportliche Favoritenstellung der Hachinger ist eindeutig, denn die Westfalen holten in den letzten sechs Partien nur zwei Punkte. Allerdings lässt sich der Hachinger Trainer Claus Schromm von dieser Statistik nicht blenden: „Die sind gefährlich wie ein angeschlagener Boxer und in dieser Saison gab es schon viele überraschende Ergebnisse.“
Damit meinte der 50-Jährige etwa die 1:3-Heimniederlage der Duisburger am Mittwoch im Nachholspiel gegen Meppen. Damit behielten die Hachinger ihre Pole-Position, die es jetzt zu verteidigen gilt. „Zuletzt beim 0:0 in Ingolstadt fehlten uns acht verletzte Spieler und trotzdem haben wir den Punkt geholt, wir wollen aber in den nächsten Spielen noch stabiler werden, da hilft uns natürlich der breite Kader, durch die Erfolgserlebnisse in den letzten Wochen ist eine innere Ruhe eingekehrt.“ Zudem steht Ex-Löwe Moritz Heinrich, der letzte Saison noch bei Preußen Münster spielte, wieder zur Verfügung.
Aus den vergangenen vier Partien holten die Hachinger zehn Punkte – bei einem Torverhältnis von 6:2 Treffern. Die neue Qualität in der Abwehr verdanken die Hachinger natürlich auch dem Torhüter Nico Mantl, der sich mit hervorragenden Leistungen die Nominierung für die deutsche U-20-Nationalmannschaft verdiente. Der 19-Jährige wird dafür allerdings am kommenden Freitag beim Pokalschlager gegen den TSV 1860 definitiv fehlen. „Die Karriere von Nico Mantl ist das beste Beispiel für unsere hervorragende Nachwuchsarbeit“, sagte Schromm, dem bekannt ist, dass sich im Hachinger Talentschuppen noch zahlreiche „Rohdiamanten“ befinden. KLAUS KIRSCHNER