Geknickt vor dem Pokalschlager

von Redaktion

Unterhaching kann ein 2:0 gegen Münster nicht halten und kassiert das 2:2

VON KLAUS KIRSCHNER

Unterhaching – Die SpVgg Unterhaching blieb zum fünften Mal ungeschlagen, aber im Heimspiel gegen Preußen Münster reichte es „nur“ zu einem 2:2 (2:0). „Wir wurden diesmal bitter bestraft, man darf nach einer 2:0-Führung nicht aufhören, sondern man muss dranbleiben“, ärgerte sich Trainer Claus Schromm.

Er setzte auf die Formation, die eine Nullnummer in Ingolstadt erreicht hatte. Überraschend starteten die zuletzt kriselnden Gäste aus Westfalen recht offensiv, die Hachinger setzten auf Konter – und das mit Erfolg. In der 8. Minute bediente Sascha Bigalke den besser positionierten Jim-Patrick Müller, der seinen zweiten Saisontreffer erzielte. Nach einer halben Stunde freuten sich die 2500 Zuschauer im Sportpark über eine Bilderbuch-Kombination: Erneut glänzte Bigalke als Vorbereiter für Dominik Stroh-Engel, der eiskalt zum 2:0 verwandelte.

In der Pause meinte der neue deutsche U-20-Nationaltrainer Manuel Baum, früher im Tandem mit Claus Schromm SpVgg-Coach, der Torhüter Nico Mantl unter die Lupe nahm: „Haching ist sehr effektiv. Bigalke hat gute Aktionen.“

Doch so glatt lief es nicht weiter. Die Münsteraner stellten auf drei Sturmspitzen um und sorgten in der zweiten Halbzeit für zunehmende Probleme in der Hachinger Abwehr. Allerdings vergaben die Gastgeber einige gute Möglichkeiten. „Wir hätten auf das 3:0 spielen müssen, das wäre der richtige Schritt gewesen, aber in dieser dritten Liga darf man keinen Gegner unterschätzen“, urteilte Schromm.

Luca Schnellbacher setzte mit dem Anschlusstreffer in der 67. Minute den ersten Münsteraner Warnschuss. Dann verursachte der eingewechselte Stephan Hain, der eigentlich für die Offensive zuständig ist, einen Elfmeter, den Rufat Dadashov in der 80. Minute zum Ausgleich verwandelte.

Dramatisch verliefen die letzten Minuten, denn die Hachinger belagerten den Strafraum der Preußen, wollten noch für ein furioses Finale sorgen. In der Nachspielzeit brachte der aufopfernd kämpfende Hachinger Kapitän Dominic Stahl den Ball aus einem Meter nicht über die Linie und ärgerte sich entsprechend: „Bei allem Respekt vor dem Gegner, aber dieses Spiel mussten wir ganz einfach gewinnen.“

Mit Blick auf den Pokalschlager am Freitag gegen den TSV 1860 appellierte Trainer Schromm an seine geknickten Schützlinge: „Wir müssen aus dem Spielverlauf gegen Münster unsere Lehren ziehen“.

Artikel 1 von 11