Gladbach grüßt von der Spitze

von Redaktion

Mönchengladbach – Die Fans von Borussia Mönchengladbach sangen inbrünstig „Deutscher Meister wird nur der VfL“, Patrick Herrmann schleppte sich nach seiner perfekten Woche mit letzter Kraft auf den Zaun und feierte mit Megafon die unverhoffte Eroberung der Tabellenführung. Durch das furiose 5:1 (4:0) gegen den FC Augsburg sprang die Mannschaft von Trainer Marco Rose von Rang fünf auf eins und grüßt erstmals seit acht Jahren wieder von der Spitze. „Es war ein schöner Tag. Nicht nur für mich, sondern für die ganze Mannschaft“, sagte Doppelpacker Herrmann, der am Donnerstag in der Europa League in Istanbul zum 1:1 getroffen hatte. „Ein bisschen kaputt bin ich schon. Aber am Ende überwiegt die Freude.“

Nach Treffern von Denis Zakaria (2.) und Flügelflitzer Herrmann (8./13.) war die Begegnung früh entschieden, es war die schnellste 3:0-Führung der Borussia seit dem 7:1 gegen Bayer Uerdingen im Mai 1981. Torjäger Alassane Plea (39.) legte nach einer Slapstickeinlage von FCA-Torhüter Tomas Koubek nach, lange vor Schlusspfiff sangen die Fans „Spitzenreiter, Spitzenreiter.“ Florian Niederlechner (80.) traf zwar noch für die Gäste, doch der eingewechselte Breel Embolo (83.) stellte den alten Abstand wieder her.

„Wir hatten alles zu jeder Zeit unter Kontrolle. Wir freuen uns, als Tabellenführer in die Länderspielpause zu gehen – auch wenn das vielleicht noch nicht so viel bedeutet“, sagte Gladbachs Rio-Weltmeister Christoph Kramer. Ein niedergeschlagener Niederlechner ging mit seiner Mannschaft dagegen hart ins Gericht: „Wenn du so eine erste Halbzeit spielst, hast du in der Bundesliga keine Chance.“

Gegen völlig überforderte Augsburger feierte das Rose-Team den vierten Sieg in Folge und krönte mit 16 Punkten und starkem Torverhältnis den besten Saisonstart seit 43 Jahren. Zwei Wermutstropfen waren die verletzungsbedingten Auswechslungen der Abwehrspieler Matthias Ginter und Stefan Lainer.  sid

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