Richtig emotional ging es zu, als Fritz Keller von Freiburg Abschied nahm. Wobei: Er bleibt dort ja wohnen und wird sicher das eine oder andere Spiel des SC ansehen (Bundestrainer Joachim Löw hat ja quasi auch eine Dauerkarte). Nur eben in der anderen Präsidenten-Funktion: beim DFB und nicht mehr SC. Jedenfalls: Um die Zeit unter Kellers Verantwortung zu beschließen, überreichten Sportdirektor Jochen Saier (l.) und Geschäftsführer Oliver Leki (r.) was für die Wohnzimmer- oder Bürowand. Die Erinnerungs-Collage ist bei der Vereinsboss-Verabschiedung so angesagt wie der Jochen-Schweizer-Erlebnisgutschein unter deutschen Weihnachtsbäumen.
Wie geht es für Fritz Keller weiter? Spannend. Denn wenn er als DFB-Präsident ein Spiel anschaut, wird er nun ja per Stadiondurchsage begrüßt werden. Üblich in Deutschland ist jedoch auch, dass man als Chef des großen Fachverbandes ausgepfiffen und für alles Unheil verantwortlich gemacht wird („Fußball-Mafia DFB“). Wird es dem bislang allseits gelobten Winzer gelingen, nicht für das Böse unter der Sonne zu stehen? gük/Foto: dpa