Zurück im Alltag

von Redaktion

Bayern-Basketballer zittern sich in Frankfurt zum 81:77-Sieg

Frankfurt – Drei Sekunden vor Schluss machte sich auf der Bank der Basketballer des FC Bayern dann doch so etwas wie Erleichterung breit. DeMarcus Nelson zumindest einen seiner beiden Freiwürfe ins Ziel gezittert. 81:77 hieß es da, der zweite Saisonsieg für den Meister war eingetütet. Doch auch dieser Moment passte irgendwie zu diesem bemerkenswert unsouveränen Auftritt bei den Frankfurt Skyliners. Dem auch Paul Zipser nur das Ergebnis als positive Botschaft abgewinnen konnte. „Wir haben ganz viel falsch gemacht“, sagte der Nationalspieler, „aber es ist gut, dass wir jetzt auch so ein Spiel mal gewonnen haben.“

Es hatte sich schnell angedeutet, dass in der Frankfurter Arena mal wieder Unheil wartete. Die Skyliners taten das, was sie gegen die Münchner schon oft getan hatten: Sie setzten Intensität und Biss gegen Talent. Ausgerechnet das Münchner Eigengewächs Richard Freudenberg setzte mit zwei Dreiern zum 6:0 das erste Signal. Und bis die, zunächst behäbig wirkenden Bayern so eine erste Idee gegen die kompakte Frankfurter Defensive entwickelten, war das erste Viertel fast schon vorbei. 22:8 – das verhieß nichts Gutes.

Und auch wenn sich die Münchner Stück für Stück in die Partie arbeiteten, man bekam einen Vorgeschmack, wo die Problemzone in diesem Jahr liegen könnte. Auf der Kreativposition nämlich. Neben dem langzeitverletzten T.J. Bray machte diesmal auch der angeschlagene Maodo Lo nicht mit. Youngster Diego Flaccadori wie auch der US-Amerikaner DeMarcus Nelson bekamen das Geschehen nicht in den Griff. Ganz anders als der Frankfurter Lamont Jones, der den prominenten Gästen neben 26 Punkten auch noch fünf Assists einschenkte.

Dass die Bayern am Ende trotzdem als Sieger die Heimreise antraten, hatte dann natürlich viel mit der Tiefe des Kaders zu tun. Wenn Trainer Dejan Radonjic nur lange genug wechselt, dann findet er schon den richtigen Akteur. An diesem Tag war es Petteri Koponen, der seinen Bayern vor allem von der Dreierlinie immer wieder aus der Patsche half. Fünf Versuche, fünf Treffer – mit 17 Punkten war der Finne der Treffsicherste im Münchner Trikot.

Und doch hätten sich die Bayern nicht beschweren müssen, wäre das am Ende zu wenig gewesen. Auch wenn sich Jones 14 Sekunden vor Schluss eine unnötige Schwalbe leistete, hatten es die Frankfurter bis zuletzt in der Hand, die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden.  rp

Artikel 7 von 11