Mönchengladbach – Max Eberl erlaubte seinen Spielern gönnerhaft „eine Cola“, Tony Jantschke den Fans „fünf Bier“, nur Marco Rose blieb trotz der Tabellenführung von Borussia Mönchengladbach weitgehend nüchtern. „Wir haben 16 Punkte, sind Spitzenreiter in einer sehr engen Liga. Aber wir haben noch viel Arbeit vor uns“, sagte der neue Trainer der Fohlen-Elf.
„Gleich streichen“ sagte er auf die Frage, ob die Borussia bei „100 Prozent Rose“ angekommen sei und betonte: „Das war kein Rose-Fußball.“ Ende der Durchsage. Etwas euphorischer reagierte da schon Max Eberl. Der Sportdirektor hob vor allem die 16 Zähler hervor – und die Arbeit des Trainers. „Wir haben etwas Neues begonnen. Die Mannschaft merkt, dass die Dinge, die Marco vorgibt, funktionieren, wenn man es mit Überzeugung macht.“ Auch die Werte bei „Aktivität, Sprints, intensiven Läufen und Zweikämpfen“ hätten sich alle seit dem ersten Tag unter Rose verändert. „Und das sieht man eben“, sagte Eberl. Und die Tabellenführung? Die sei zwar „ein wunderbares Bild“, gab Eberl zu, dürfe „uns aber nicht die Blicke vernebeln.“ Schließlich kämen die großen Gegner erst nach der Länderspielpause – dann geht es für Gladbach in Liga und Pokal zu Borussia Dortmund sowie in der Europa League zweimal gegen AS Rom. „Jetzt kommen dicke Bretter“, sagt Rose.
Zählen kann er dabei wieder auf Patrick Herrmann, der vor dem Anstoß für sein 300. Pflichtspiel im Fohlen-Dress geehrt worden war und prompt doppelt traf. „Vielleicht sollte ich öfter einen Strauß Blumen geschenkt bekommen“, sagt der Fanliebling. sid