Bad Tölz – Mittelfristig scheinen sich die Ausfälle bei den Tölzer Löwen doch bemerkbar zu machen: Durchaus passabel in die Saison gestartet, musste das Team von Kevin Gaudet seit Wochen auf einige Leistungsträger verzichten, spielte meist mit nur drei Reihen – und zollt nun den kraftraubenden, oft mit einem Tor Unterschied gewonnen Spielen Tribut. Eine „gewisse Müdigkeit“ hat Trainer Kevin Gaudet bei seiner Mannschaft ausgemacht, die bisher in jedem Spiel mindestens einen Zähler holte, nun aber ein Null-Punkte-Wochenende hinter sich hat.
Mit 3:4 musste sie sich am Freitag in Crimmitschau geschlagen geben. Am Sonntag gegen Meisterschafts-Kandidat Frankfurt blieb sie beim 2:5 chancenlos. „Ein Sieg war nicht möglich“, räumt Gaudet ein, der äußerst ungern verliert. Doch gegen die abgezockten Frankfurter war kein Kraut gewachsen. Sie hielten die Löwen meist vom eigenen Kasten weg, setzten sich im Angriffsdrittel fest und beackerten das Tölzer Tor solange, bis einer der zahlreichen Nachschüsse schließlich den Weg ins Ziel fand. Gaudet: „Wir sind ganz gut gestartet, aber im zweiten Drittel haben sich die Fehler gehäuft.“ Frankfurt drehte den 0:1-Rückstand in 18 Minuten in eine 4:1-Führung. „Wir haben weiter gekämpft, aber mehr war nicht drin.“
Schmerzhafter als die Niederlage gegen einen der DEL2-Favoriten war das 3:4 beim Tabellenzehnten. Nach einem ausgeglichenen Spiel wenigstens die Verlängerung in Sichtweite, kassierten die Löwen durch einen vermeidbaren Fehler in der Vorwärtsbewegung 14 Sekunden vor Schluss den tödlichen Treffer. „Eine Lehrstunde“, monierte Gaudet, als die Tölzer die Scheibe zu fünft vor dem gegnerischen Tor verloren. Nun hoffen sie auf die Rückkehr einiger Spieler: Shawn Weller hat seine vier Spiele Sperre abgesessen, Stefan Reiter ist im Dienstagstraining erstmals wieder dabei. NICK SCHEDER