Kailua-Kona – Ironman-Champion Patrick Lange muss beim Titel-Hattrickversuch auf Hawaii auf seinen Trainer Faris Al-Sultan verzichten. Der Weltmeister von 2005 aus München erhielt kein Visum für die Einreise in die USA. Das schrieb das Magazin „Triathlon“ am Dienstag auf seiner Homepage. Die Deutsche Triathlon-Union, bei der Al-Sultan als Bundestrainer arbeitet, bestätigte den Bericht. Langes Coach ist in München geblieben.
Al-Sultans Amerika-Visum war nach zehn Jahren abgelaufen. Die Behörden sollen dem 41-Jährigen, dessen Vater aus dem Irak nach Deutschland kam, kein sogenanntes ESTA ausgestellt haben. Al-Sultan trainiert Lange seit Ende 2015. Gleichzeitig versucht er die deutschen Triathleten zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio lotsen. Erst kürzlich sagte er über diese Doppelfunktion: „Das ist ein schwieriger Spagat und ich habe noch nicht den optimalen Weg gefunden, beides miteinander zu verbinden.“
Lange hatte 2017 und 2018 jeweils den Titel auf Hawaii gewonnen. Vor einem Jahr blieb er zudem als Erster unter der Acht-Stunden-Marke bei der WM. An diesem Samstag will der 33-Jährige zum dritten Mal in Serie die Ironman-WM gewinnen. dpa