Thessaloniki – Arbeitssieg statt Torfestival: Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat im letzten Pflichtspiel des Jahres mit einem 5:0 (2:0) in Griechenland ihre makellose Bilanz in der EM-Qualifikation ausgebaut. Alexandra Popp (33. Minute), Lena Oberdorf (40.), Sandra Starke mit ihrem ersten Tor im ersten Länderspiel (65.), Pauline Bremer (75.) und Klara Bühl (90.) erzielten in Thessaloniki die Tore zum zwar hochverdienten, aber insgesamt wenig glanzvollen Erfolg der Auswahl von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg.
„Wir haben die maximale Punktausbeute, immer noch die Null stehen und 31 Tore geschossen. Da muss man uns auch mal zugestehen, eine schwächere Leistung heute gezeigt zu haben“, sagte Voss-Tecklenburg, die „vor allem in der ersten Halbzeit ein schwieriges Spiel und wenig Dynamik“ gesehen hatte. Die Griechinnen gestatteten dem großen Favoriten anfangs kaum Tormöglichkeiten und erwiesen sich als der härteste Kontrahent in der EM-Qualifikation. Mit nur einer Spitze und zwei kompakten Abwehrreihen verteidigten die Gastgeber geschickt.
Das Bollwerk bröckelte, als Voss-Tecklenburg für die zweite Halbzeit Starke im Angriff brachte, wenig später kamen auch noch Bremer und Gwinn als frische Kräfte in das Spiel. Starke und Bremer rechtfertigten ihre Einwechslungen mit Toren. Nur einmal musste Torhüterin Merle Frohms eingreifen, als sie einen harmlosen Schuss von Sofia Koggouli (84.) fangen konnte. dpa